Frühe Führung aus der Hand gegeben

Eine starke erste Halbzeit reicht nicht für drei Punkte in der Innerschweiz. So, 07.03.2021 Spielberichte Bildbeschreibung

Der FCSG führt in Luzern nach zehn Minuten 2:0, hat in der Folge Chancen für weitere Tore - und geht am Ende doch als Verlierer vom Platz.

Nach einer Viertelstunde hätte wohl kaum jemand Geld auf den FC Luzern gewettet: Unsere Mannschaft übernahm von der ersten Minute an das Spieldiktat und liess mit dem frühen Pressing und dem schnellen Spiel bei eigenem Ballbesitz den Innerschweizern keine Chance. Und sie wurde schon früh belohnt: In der vierten Minute bediente Ruiz Duah, der mit einem wuchtigen Abschluss das 1:0 erzielte. Und in der zehnten Minute lag der Ball wieder im Luzerner Tor: Erneut war es Ruiz, der mit einem Freistoss Junior Adamu fand, der unbedrängt zum Kopfball kam und die Führung ausbauen konnte. Auch in der Folge spielte der FCSG munter nach vorne und liess die Luzerner nicht ins Spiel kommen. In der 18. Minute hätte Duah beinahe das 3:0 erzielt, doch sein Abschluss streifte knapp am weiten Pfosten vorbei. Danach kamen auch die Luzerner zu ersten Halbchancen, doch die besseren Gelegenheiten hatte weiterhin unsere Mannschaft. Ruiz (25.), Görtler (35.) und Duah (37.) verpassten es jedoch, das dritte Tor nachzulegen. Praktisch aus dem Nichts verkürzte der FCL: Tasar schnappte sich an der Mittellinie den Ball, lief über das halbe Spielfeld und zog ab – der Schuss, den Muheim noch entscheidend abgefälscht hatte, senkte sich ins Tor. So ging es mit einem knappen 2:1 in die Pause statt mit einer komfortablen Führung, die drei oder vier Tore hätte betragen können.

Auch in der zweiten Halbzeit gehörte die erste Chance dem FCSG: Nach einem Corner von Ruiz in der 52. Minute kam Nuhu zum Kopfball, Müller konnte den Ball gerade noch um den Pfosten lenken. Doch unsere Mannschaft schaffte es nicht, wieder so dominant aufzutreten wie in der ersten Halbzeit. In der 60. Minute hätte Luzern beinahe ausgeglichen, als Sidler freistehend zum Abschluss kam, das Tor aber verfehlte. Es war der Auftakt zu einer letzten halben Stunde, in der die Luzerner das Spiel an sich rissen. Zwar hätte Duah nach einem Corner in der 64. Minute beinahe das dritte Tor für den FCSG erzielt, sein artistischer Abschluss mit der Hacke landete jedoch am Pfosten. Im Gegenzug erzielte der kurz zuvor eingewechselte Schürpf den Ausgleich, und nur fünf Minuten später schoss Sidler mit seinem ersten Super-League-Tor den FCL in Führung, nachdem er zunächst die Latte getroffen hatte und dann nochmals an den Ball kam. Ein Elfmeter besiegelte schliesslich zehn Minuten vor Schluss die Niederlage für die «Espen». Einen Weitschuss von Schürpf lenkte Letard mit der Hand neben das Tor, den fälligen Penalty verwertete Tasar zum 4:2. So verlor unsere Mannschaft auch das zweite Spiel in dieser Woche und musste den FC Luzern in der Tabelle vorbeiziehen lassen. (dag)

 

FC Luzern - FC St.Gallen 1879 4:2 (1:2)

swissporarena - 0 Zuschauer (Coronarichtlinien) - SR: Stefan Horisberger.

Tore: 4. Duah 0:1, 10. Adamu 0:2, 40. Muheim 1:2 (Eigengoal), 65. Schürpf 2:2, 70. Schaub 3:2, 81. Tasar 4:2 (Penalty).

Luzern: Müller; Sidler, Knežević, Lucas, Frýdek; Tasar (88. Balaruban), Ugrinić, Wehrmann (46. Emini), Ndiaye; Schaub (61. Schürpf), Sorgić (61. Alounga).

St.Gallen: Zigi; Stergiou, Nuhu, Letard, Muheim (82. Babić); Görtler (71. Staubli), Quintillà, Youan (62. Traorè); Ruiz (62. Stillhart); Adamu (62. Guillemenot), Duah.

Verwarnungen: 43. Wehrmann (Foul), 79. Muheim (Foul), 80. Letard (Hands), 90. Emini (Reklamieren), 91. Stillhart (Foul).

Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Stillhart, Guillemenot, Cabral, Traorè, Staubli und Babić (Ersatz) und ohne Fazliji (gesperrt), Kräuchi, Abaz (verletzt), Gonzalez, Ajeti, Solimando, Strübi, Lüchinger, Campos, Diarrassouba und Simon (nicht im Aufgebot). Luzern ohne Ndenge, Schulz, Grether, Alabi, Schwegler, Binous (verletzt), Burki, Radtke, Owusu, Jashari, Jacot, Lang und Monney (abwesend). 64. Pfostenschuss Duah. 70. Lattenschuss Sidler. 90. Traorè verletzt ausgeschieden.