Duah trifft erneut

FC St.Gallen 1879 - SC Freiburg 1:3 (0:0) So, 30.08.2020 Spielberichte Bildbeschreibung

In einem Testspiel über zweimal 60 Minuten müssen wir uns im heimischen kybunpark dem Bundesligisten SC Freiburg doch noch geschlagen geben, obwohl Duah kurz vor Schluss der Ausgleich gelingt.

An diesem Samstagnachmittag im August war es fast von allem ein bisschen viel. Viel Regen und Kälte, mit zweimal 60 Minuten auch viel Spielzeit, und für unseren Trainer Peter Zeidler waren es auch ein bisschen zu viel Torchancen, die wir dem Gegner zugestanden. Der Gegner, immerhin der SC Freiburg, Bundesligist aus der vorderen Tabellenhälfte knapp hinter einem Europacupplatz, mit Kulttrainer Christian Streich an der Seitenlinie und mit unserem Ex-Knipser Ermedin Demirovic auf dem Feld.

Demirovic hat an diesem regnerischen Tag nicht getroffen, obwohl er weiss, wo im kybunpark die Tore stehen. Doch ganz so unwiderstehlich wie in Grün-Weiss war er noch nicht. Auch unsere neu zusammengestellte Offensive muss sich erst noch finden, das war in diesem intensiven Testspiel ebenfalls offensichtlich. Doch gerade ein André Ribeiro zeigte, dass er gewillt ist, nach den Abgängen von Demirovic und Itten die Lücke im Sturm zu schliessen und seine Chance zu packen.


Zigi hält mit tollen Paraden die Null fest

Trotz einiger CHancen hiess es nach 60 Spielminuten, der Hälfte des Testspiels, noch immer 0:0. Das lag auch am sensationellen Lawrence Ati Zigi in unserem Tor, der mit einigen herrlichen Paraden die nicht ganz 1000 Zuschauer mehrmals zu «Zigi, Zigi, Zigi»-Sprechchören animierte. Besonders bei einem Kopfball von Keitel nach 29 Minuten, als Zigi spektakulär flog und den Ball über die Latte lenkte, aber auch bei einer Doppelchance von Grifo in der 16. Minute. Was der Ghanaer teilweise zeigte, war grosse Klasse.

Unser Team kam nach einem verhaltenen Beginn auch immer besser ins Spiel und erarbeitete und erspielte sich Chancen. Gefährlich wurde es insbesondere nach Schüssen von Quintillà, Ruiz und zweimal Ribeiro.


Knieverletzungen bereiten Peter Zeidler Sorgen

Nach der Pause wechselte Peter Zeidler beinahe das gesamte Team durch, lediglich Alessandro Kräuchi blieb als rechter Aussenverteidiger auf dem Feld und wurde erst in der 88. Minute durch Quintillà ersetzt, der somit auch auf insgesamt 90 Minuten Spielzeit in diesem Testspiel kam. Eine unvorhergesehene Auswechslung betraf Musah Nuhu, der sich in der 73. Minute bei einer Abwehraktion gegen Petersen am Knie weh tat. Der Ghanaische Abwehrturm spielte noch bis zur 97. Minute weiter, bevor er durch Lukas Görtler ersetzt wurde.

Probleme mit dem Knie haben auch Tim Staubli und leider erneut Nicolas Lüchinger. Diesmal betrifft es jedoch sein linkes Knie, eine Diagnose steht aber noch aus. Dennoch fehlten unserem Coach einige Spieler, zumal auch Betim Fazliji noch rekonvaleszent ist. Somit erhielten die Nachwuchsspieler Michael Heule und David Jacovic die Chance und bildeten zusammen mit Routinier Vincent Rüfli auf der Sechser-Position das Mittelfeld nach der Pause.


Duahs Ausgleich und die prompte Antwort eines Ostschweizers

Während bei uns Nachwuchskräfte zum Einsatz kamen, blieben bei Freiburg vorderhand die meisten Stammkräfte auf dem Feld. Und die sechs Eingewechselten waren etablierte Bundesligaspieler, wie etwa das bewährte und erfahrene Sturmduo Petersen/Höler. Höler war es dann auch, der 68. Minute von einem Missverständnis in unserer Abwehr profitierte und abgeklärt an Goalie Lukas Watkowiak vorbei ins Netz schob. In der Folge hatte unser neuer Torhüter mehrere Gelegenheiten, sich auszuzeichnen gegen die eingewechselten Boukhalfa und Borrello. Letzterer ist immerhin Nationalspieler Australiens. Und auch Amir Abrashi scheiterte an Watkowiak. Abrashi, in Bischofszell aufgewachsen, kam via GC zum SC Freiburg.

Als das Spiel etwas einzuschlafen drohte, spielte Lukas Görtler in der 104. Minute einen Pass in die Spitze. Angelo Campos kam an den Ball, leitete zu Kwadwo Duah weiter – und der schlenzte den Ball herrlich zum Ausgleich ins Tor. Doch die Freude währte nur kurz, denn nach einem Konter drei Minuten später knallte Petersen den Ball zuerst an den Pfosten, doch Abrashi konnte erben und das 2:1 erzielen. Drei weitere Minuten später gelang Höler noch sein zweiter persönlicher Treffer zum Schlussresultat von 3:1 für die Breisgauer. (mna)

 

FC St.Gallen 1879 - SC Freiburg 1:3 (0:0) 

kybunpark - 1'000 Zuschauer (Coronarichtlinien) - SR Luca Piccolo.

Tore: 68. Höler 0:1, 104. Duah 1:1, 107. Abrashi 1:2, 110. Höler 1:3.

St.Gallen: Zigi (61. Watkowiak); Kräuchi (88. Quintillà), Stergiou (61. Nuhu, 97. Görtler), Ajeti (61. Letard), Muheim (61. Solimando); Görtler (61. Jacovic), Quintillà (Cap.) (61. Rüfli), Ruiz (61. Heule); Kamberi (61. Duah), Ribeiro (61. Campos), Guillemenot (61. Traorè).

Freiburg: Flekken (61. Uphoff); Günter (76. Itter), Heintz (91. Sildilla), Lienhart (61. Gulde), Schmid (61. Kübler); Grifo (76. Borrello), Höfler (76. Abrashi), Keitel (76. Boukhalfa), Sallai (61. Kwon); Jeong (61. Höler), Demirovic (61. Petersen).

Verwarnungen: keine.

Bemerkungen: St.Gallen ohne Gonzalez, Babic, Fabiano Alves, Fazliji, Staubli, Lüchinger (verletzt), Hefti (nicht eingesetzt), Strübi (nicht im Aufgebot). Freiburg ohne Terrazzino, Haberer, Dräger, Schlotterbeck, Tempelmann, Kath. - 6. Pfostenschuss von Sallai. - 107. Pfostenschuss von Petersen.