Sieg im ersten Ligaheimspiel der Saison

SO, 26.07.2026 FC St.Gallen 1879 - FC Zürich 2:1 (0:0)

Erstes Meisterschaftsspiel, erster Sieg! Wir wandeln einen Rückstand innert vier Minuten in einen Sieg um und holen vor ausverkauftem Haus gegen den FC Zürich drei Punkte.

Die erste Halbzeit war zwar intensiv und keinesfalls langweilig, doch die beiden Teams waren insbesondere im letzten Drittel zu ungenau. Unser Cheftrainer Enno Maassen sprach von einem fahrigen Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit. Die Folge davon war, dass die ersten 45 Minuten torlos blieben und es sowohl bei den Espen wie auch bei den Zürchern noch viel Luft nach oben gab.

In der zweiten Halbzeit hatten die Zürcher die erste Torchance – und erzielten gleich den ersten Treffer der Partie. Valon Berisha mit dem langen Ball auf Umeh Emmanuel, und dieser setzte sich auf der linken Seite kraftvoll gegen unsere Defensive durch. Schon im Strafraum haute er den Ball in den nahen linken Torwinkel, unhaltbar für Lawrence Ati Zigi.

Danach hatten die Gäste durchaus Chancen auf das 2:0, doch in der 59. drohte noch ein anderer Rückschlag für uns: Bei einem missglückten Rückpass musste Zigi zurücksprinten, um den Ball noch zu erlaufen. Das gelang ihm, doch danach musste er mit Verdacht auf eine Zerrung gepflegt werden. Ausgerechnet in der Partie, in der sein Ersatz Lukas Watkowiak gesperrt im Espenblock sein Team unterstützte. Doch glücklicherweise biss Zigi auf die Zähne und spielte weiter.

Nach einer Stunde wechselte Maassen mit Enoch Owusu, Diego Besio und Andrin Hunziker drei frische Offensivkräfte ein. Und die brachten richtig Dampf in unser Spiel. Doch für den Ausgleich in der 70. Minute war der Captain persönlich verantwortlich. Nach einer einstudierten Eckballvariante von Lukas Daschner verwertete Namensvetter Lukas Görtler am ersten Pfosten flach in der entfernten Ecke zwischen mehreren Beinen hindurch.

Vier Minuten später war Görtler auch beim zweiten Tor beteiligt, als er den Ball butterweich auf den Kopf von Hunziker flankte, und unser Neuzugang aus Basel schraubte seine 192 Zentimeter in die Höhe und nickte gleich im ersten Meisterschaftsspiel für uns ein. Was für ein Debüt!

In der Folge hatten wir die besseren Chancen auf ein weiteres Tor, etwa durch Besio in der 79. Minute. Die Zürcher hingegen mussten ihrem Tempo in der Anfangsphase Tribut zollen, wie Trainer Koller an der Medienkonferenz sagte. Sein Dreifachwechsel in der 75. Minute hatte aber bei Weitem nicht denselben Effekt wie derjenige seines Antipoden Maassen.

So war der Sieg am Ende aufgrund des starken Schlusspurts unseres Teams verdient, obwohl Emmanuel in der sechsten Nachspielminute noch einen gefährlichen Kopfball über die Latte setzte. Doch wirklich gefährdet war unser Sieg nicht mehr. (man)