Wir scheitern an Nordsjælland
DO, 27.08.2026
FC St.Gallen 1879 - FC Nordsjælland 2:3 (2:2)
Nach grossem Kampf und in Unterzahl müssen wir uns dem FC Nordsjælland knapp mit 2:3 geschlagen geben. Damit verpassen wir die Qualifikation für die Ligaphase der Conference League.
Der Traum von der Ligaphase der Conference League ist vorbei. Wir verlieren gegen den FC Nordsjælland nach aufopferungsvollem Kampf mit 2:3. Das Siegestor der Dänen fällt erst in der 82. Minute. Bis zu diesem Zeitpunkt bestehen noch realistische Chancen, dass wir es trotz Unterzahl in die Verlängerung schaffen, aber nach dem dritten Treffer ist das Duell über die zwei Spiele hinweg entschieden.
Nach der Partie herrscht eine Stimmung zwischen Frust und Enttäuschung, auch etwas Unverständnis über den Schiedsrichter, dass der in der 39. Minute kein Fingerspitzengefühl zeigt. Es ist die entscheidende Szene, die im Rückblick nicht nur das Spiel entscheidet, sondern es auch zerstört. Ein Spiel, das bis dahin absolut begeisternd gewesen ist.
Dann trifft Mihailo Stevanovic in diesem einen Moment die falsche Entscheidung, als er ausserhalb des Strafraums sich fallen lässt. Er fordert zwar nicht aktiv einen Freistoss vom Schiedsrichter, doch dieser zeigt dem bereits verwarnten Stevanovic trotzdem die Ampelkarte. «Damit hat sich die ganze Dynamik des Spiels geändert», sagt Christian Witzig nach dem Spiel.
Treffender hätte man es nicht ausdrücken können. Die beiden Mannschaften haben von Beginn weg mit offenem Visier gespielt und den 13'210 Fans im Stadion – davon 24 im Gästeblock – ein Spektakel geboten. Auf die Führung von Lähteenmäki in der 14. Minute folgte nur eine Minute danach ein Handspiel der Dänen im Strafraum. Lukas Görtler liess sich nicht beirren, dass der Schiedsrichter rund fünf Minuten brauchte, um auf Penalty zu entscheiden. Unser Captain verwertete souverän und stark.
Drei Minuten später die erneute Führung der Gäste durch Prince Amoako. Der junge Ghanaer liess mit einem fantastischen Tor seinem Landsmann Lawrence Ati Zigi keine Chance. Aber auch auf diesen Rückschlag hatten wir eine Antwort. Aliou Baldé tanzte sich durch die ganze gegnerische Abwehr, und er erzielte aus spitzem Winkel das 2:2. In den folgenden zehn Minuten setzten wir Nordsjælland gehörig unter Druck, das 3:2 lag in der Luft – und dann kam diese gelb-rote Karte.
Selbst in Unterzahl hielten wir die Hoffnung am Leben, waren das aktivere Team, denn die Dänen wollten nur ihren Vorsprung verwalten. «Ich bin stolz auf mein Team und kann ihm keine Vorwürfe machen», sagte unser Trainer Enno Maassen nach dem Spiel, ausser was die Effizienz betrifft. (man)


