Owusus Doppelpack sichert den Sieg

SO, 02.08.2026 FC Vaduz - FC St.Gallen 1879 2:3 (1:1)

Enoch Owusu dreht mit seinem Doppelpack das Spiel in Vaduz. Wir gewinnen mit 3:2.

Das Spiel hätte nicht besser beginnen können! Zum einen, weil wir von Sekunde 1 an auf den Rängen die Überhand und gefühlt ein Heimspiel hatten, zum anderen, weil wir von Sekunde 24 an bereits mit 1:0 in Führung lagen. Vaduz-Goalie Benjamin Büchel leistete sich einen Riesenbock, indem er Aliou Baldé bei einem Befreiungsschlag anschoss, und der verwertete den Abpraller souverän.

Doch dieses schnelle Tor gab uns seltsamerweise keine Ruhe und Sicherheit, sondern stachelte eher Vaduz an. Das Team aus dem Fürstentum zeigte eine beeindruckende Reaktion, fand auch dessen Trainer Marc Schneider. Und diese Reaktion führte zum Ausgleich durch Marcel Monsberger in der elften Minute, nachdem wir im Angriff zuvor gleich Torchancen im Multipack liegengelassen hatten.

Aber nur zwei Minuten nach dem 1:1 hatte auch Vaduz die grosse Chance zur Führung, hätte Lukas Watkowiak nicht grossartig gegen Hasler abgewehrt. Und auch Jozo Stanic leistete sich in der 24. Minute einen Patzer in der Defensive, doch Sorgic verfehlte das zweite Tor für Vaduz ebenfalls. Nach der Trinkpause, die es heute aufgrund der Hitze definitiv gebraucht hatte, beruhigte sich dieses vogelwilde Spiel ein wenig, und es fielen keine weiteren Tore.

Nach der Pause wechselte Enno Maassen Mihailo Stevanovic und Hugo Vandermersch ein. Unser Trainer wollte den beiden Schienenspielern eine Verschnaufpause gönnen. Raus gingen die angeschlagenen Carlo Boukhalfa und Abwehrchef Jozo Stanic, was dazu führte, dass nun plötzlich Joel Ruiz in der Mitte der Innenverteidigung spielte, und neben ihm Chima Okoroji und Stevanovic.

Vaduz griff weiterhin forsch an und ging in der 55. Minute durch Juan Cabrera in Führung, der nach einem Abpraller am schnellsten reagierte. Plötzlich waren die drei Punkte gegen den Aufsteiger in weiter Ferne. Nach dem Pfostenschuss von Monsberger nur drei Minuten später war die Führung für das Heimteam auch nicht gestohlen. Und beim vermeintlichen 3:1 für Vaduz entschied Schiedsrichter Nico Gianforte auf Abseits.

Doch heute gaben unsere Einwechslungen den Ausschlag, dass wir die Partie erst stabilisieren und dann noch drehen konnten. In der 66. Minute kamen Betim Fazliji für Joel Ruiz und Diego Besio für Aliou Baldé, zudem in der 72. Minute noch Enoch Owusu für Andrin Hunziker. Der Italiener, der eine längere Leidenszeit hinter sich hatte, fügte sich nur Sekunden nach seiner Einwechslung mit einem wuchtigen Knaller in den linken Torwinkel prächtig ins Spiel ein.

In der 87. Minute war es erneut Owusu, der mit einem herrlichen Schlenzer ins entfernte rechte untere Toreck den Siegtreffer erzielte. Das freute seinen Captain Lukas Görtler besonders, wie er nach dem Spiel in die Mikrofone der Reporter in der Mixed Zone sprach. Und das Team schob Owusu beim Feiern allein vor den Espenblock, wo sich unser Offensivspieler den verdienten Sonderapplaus abholen durfte. (man)


FC Vaduz – FC St.Gallen 1879 2:3 (1:1)
Rheinpark Stadion – 6814 Zuschauer (ausverkauft) – SR Nico Gianforte (VAR Luca Piccolo).
Tore: 1. Baldé 0:1, 11. Monsberger (Dalipi) 1:1, 55. Cabrera 2:1, 72. Owusu (Besio) 2:2, 87. Owusu (Fazliji) 2:3.
Vaduz: Büchel (Cap.); Hasler, Simani, Berisha, Sawadogo; Stark, Mack, Cabrera (64. Cocic); Dalipi; Monsberger, Sorgic (64. Djokic).
St.Gallen: Watkowiak; Ruiz (66. Fazliji), Stanic, Okoroji; Daschner; Witzig, Görtler (Cap.), Boukhalfa, Frokaj; Hunziker, Baldé (66. Beesio).
Verwarnungen: 33. Simani (Foul), 60. Görtler (Foul), 86. Büchel (Zeitspiel).
Bemerkungen: Vaduz ohne Schaffran (gesperrt), Akhalaia, Neelakandan, Öhri, Seiler (alle verletzt), Kasper (nicht spielberechtigt). St.Gallen mit Dumrath, Fazliji, Vandermersch, Besio, Owusu, Konietzke, Stevanovic, Heydari (Ersatzbank) und ohne Zigi, May, Kleine-Bekel, Ambrosius, Neziri, Weibel, Efekele, Gaal, Scherrer (alle verletzt) Bujard, Csoboth, Büttiker (alle nicht im Aufgebot). – 58. Pfostenschuss von Monsberger. – 68. Tor von Dalipi wegen Abseits aberkannt.