Unnötige Niederlage gegen Servette

SO, 25.01.2026 FC St.Gallen 1879 - Servette FC 2:4 (2:0)

Wir verlieren im ersten Heimspiel des Jahres mit 2:4 gegen Servette. 

Der Frust sitzt tief nachdem wir nach einer 2:0-Führung zur Pause noch mit 2:4 gegen Servette verlieren. Ex-Espe Jérémy Guillemenot gelingen dabei die ersten zwei Tore, das dritte bereitet er vor. Doch zu reden gibt vor allem der Ausgleich vom Elfmeterpunkt in der 80. Minute. Schiedsrichter Mirel Turkes entscheidet nach VAR-Intervention auf Foulpenalty, weil Colin Kleine-Bekel bei einem Luftkampf seinen deutlich kleineren Gegenspieler hinter ihm mit dem Ellbogen getroffen hat. In der Mixed-Zone waren sich alle Journalisten einig, dass dies niemals ein Elfmeter sein darf. Auch Verteidiger Tom Gaal äusserte sein Unverständnis, wie man hier überhaupt auf Elfmeter entscheiden kann. Doch Mirel Turkes hatte nicht den Mut, seinem Kollegen in Volketswil zu widersprechen, zumal es nicht einmal ein deutlicher Fehlentscheid war, was ja die Voraussetzung für eine VAR-Intervention ist.

Es ist die Szene, die uns völlig aus der Bahn wirft und schliesslich nicht nur den Sieg, sondern alle drei Punkte kostet. Doch abgesehen von diesem seltsamen Entscheid müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen, dass wir in dieser Partie nicht als Sieger vom Platz gehen. Nach einer Viertelstunde und tollen Toren von Lukas Görtler und Jozo Stanic liegen wir schnell und hochverdient mit 2:0 in Führung. In der Folge hätten wir auch noch ein, zwei weitere Tore erzielen können. Die Grenats aus der Calvin-Stadt haben durch Jérémy Guillemenot und Miroslav Stevanovic ebenfalls gute Torchancen, die Lawrence Ati Zigi jedoch mit zwei Paraden vereitelt.

Das 2:0 sei das gefährlichste Resultat, heisst es oft, weil man sich zu sehr in Sicherheit wiege, der Gegner mit einem Tor aber wieder dran sei. Und genau das passiert in der 46. Minute. Guillemenot gelingt der Anschlusstreffer 55 Sekunden nach Wiederanpfiff. In der Folge schnüren uns die Genfer in unserer Hälfte ein. Erst nach etwa zehn Minuten in der zweiten Halbzeit können wir uns langsam aus dieser Druckphase befreien. «Ein gutes Spiel haben wir nicht gemacht», gibt Enno Maassen an der Medienkonferenz zu, aber dass dann das Spiel nicht durch die Spieler, sondern vom Schiedsrichter entschieden werde, das sei schade. Selbst der TV-Kommentator habe gemeint, es sei «Wahnsinn», dass der Schiedsrichter überhaupt raus an den Bildschirm gerufen werde, so Maassen. Auch für ihn sei das Wahnsinn.

Dass sein Team in der zweiten Halbzeit nicht mehr die Intensität wie vor der Pause auf den Platz gebracht habe, liege auch daran, dass Servette vor der heutigen Partie bereits zwei Pflichtspiele in den Beinen gehabt habe, während es für den FCSG der erste Ernstkampf war. Dennoch haben wir auch nach dem 2:3 durch Miroslav Stevanovic noch die Chance auf den Ausgleich, doch dem eingewechselten Alessandro Vogt gelingt das 3:3 nicht. Und so heisst es am Ende 2:4 für Servette und wir fallen – jedoch mit einem Spiel weniger – einen Punkt hinter Lugano zurück auf Platz 3. (man)