Thun nimmt drei Punkte mit

SO, 30.08.2026 FC St.Gallen 1879 - FC Thun 3:4 (0:1)

Unser Aufbäumen kommt zu spät: In einer torreichen Partie müssen wir uns dem FC Thun mit 3:4 geschlagen geben.

«Normalerweise würde mir das viel bedeuten, 250 Spiele für den FCSG gemacht zu haben, aber jetzt gerade nicht», sagte Lukas Görtler nach dem Spiel. Unser Captain war sichtlich angefressen über die 3:4-Niederlage gegen den amtierenden Meister. Es war ein wildes Spiel mit sieben Toren, bei dem wir am Ende beinahe noch mit einem blauen Auge davongekommen wären.

Doch heute verteilten wir zu viele Geschenke. Das erste bereits in der neunten Minute, als Chima Okoroji als hinterster Mann ein Bock unterlief. Brighton Labeau profitierte, umkurvte Lawrence Ati Zigi und schob zur frühe Führung ein.

In der Pause wechselte Enno Maassen Leon Frokaj für Diego Besio ein und stellte um. Frokaj übernahm Lukas Daschners Position als Achter, Daschner rückte auf die Sechser-Position von Mihailo Stevanovic, der rückte links raus, wo Witzig gespielt hatte, und dieser war nun Sturmpartner von Aliou Baldé.

«Diego Besio hatte heute einen schweren Stand gegen die Thuner Verteidigung», begründete Maassen den Wechsel. Er wollte in der zweiten Halbzeit zwei schnelle, wuslige Stürmer vorne haben. Doch der Start in die zweite Halbzeit misslang uns. Kaum eine Minute nach Wiederanpfiff gelang Nils Reichmuth das 2:0 für Thun.

Die Reaktion der Espen? Der Anschlusstreffer durch den eingewechselten Frokaj nur rund eine Minute später. Doch fünf Minuten Später hatten wir die Ausgangslage wieder in den Sand gesetzt. Und weitere fünf Minuten später stand es 4:1 für die Gäste. Innert weniger Minuten endete gefühlt jeder Thuner Angriff mit einem Tor.

Erst mit dem Dreifachwechsel in der 67. Minute kam frischer Wind in unser Spiel. Und Nevio Scherrer traf acht Minuten nach seiner Einwechslung nach schöner Flanke von Okoroji per Kopf zum 2:4. Bereits kurz zuvor traf er nur das Aussennetz. Das Tor hatte sich der junge Stürmer redlich verdient.

Die zuvor aussichtlose Situation verbesserte sich mit dem 3:4 von Daschner in der 90. Minute nochmals merklich, doch in den sieben Nachspielminuten retteten die Thuner den knappen Vorsprung über die Zeit, obwohl selbst Zigi noch als Stürmer agierte. Doch ein Punkt war uns heute nicht vergönnt. (man)