Meister Thun zu Gast im Berit Sitterstadion
FR, 28.08.2026
FC St.Gallen 1879 - FC Thun, Sonntag, 30.08.2026, 16.30 Uhr, Berit Sitterstadion
Am Sonntag geht es in der Super League mit dem Heimspiel gegen Meister FC Thun weiter.
Der FC Thun spielte im Playoff-Rückspiel zur Europa League zu Hause 2:2 gegen Lech Poznan und wurde mit einem Gesamtskore von 2:9 in die UEFA Conference League verwiesen. In die Super League startete der FC Thun optimal: Zwischen Hin- und Rückspiel gegen Dinamo gewann er in Luzern 3:1. Dann aber folgte eine erste Ernüchterung. Im Derby gegen die Young Boys unterlag Thun gleich mit 0:6, in Basel gab es eine 2:4-Niederlage. Nicht zuletzt war dies eine Folge davon, dass Thun einige Leistungsträger für die Europacup-Einsätze schonte. Zudem haben nicht wenige Leistungsträger die Berner Oberländer verlassen, was dem Club wiederum benötigte Transfererlöse einbrachte.
Die Teilnahme an einer Ligaphase hatte sich der Meister in der 3. Qualifikationsrunde mit einem 3:0 zu Hause gegen Víkingur Reykjavík erspielt. Die 2:3-Niederlage im Rückspiel in Island konnte dank des Hinspiels verschmerzt werden. Gestartet war der FC Thun in der Champions-League-Qualifikation. Nach dem 1:1 zu Hause gegen Dinamo Zagreb legten die Berner Oberländer im Rückspiel in der kroatischen Hauptstadt einen Traumstart hin und führten bis eine Viertelstunde vor Schluss mit 2:0. Trotz des Ausscheidens verdiente sich die Mannschaft von Trainer Gian-Luca Privitelli viel Anerkennung für ihre kämpferischen Auftritte.
Facts & Figures
- In der letzten Runde der vergangenen Saison und eine Woche vor dem Cupfinal trennten wir uns 1:1. Corsin Konietzke schoss uns in der 65. Minute in Führung, Michael Heule glich acht Minuten später aus.
- Auswärts gelang uns am 13. Dezember ein 2:0-Sieg nach Toren von Aliou Balde und Carlo Boukhalfa, der nach einem Foul an Malamine Efekele den Penalty verwandelte. Nicht weniger emotional war das 2:2 vom 5. März, als uns Christian Witzig in der 95. Minute mit dem Ausgleich beschenkte. In der 1. Halbzeit schoss uns Lukas Görtler per Elfmeter in Führung, nachdem Balde gefoult worden war. Alessandro Vogt hätte die Führung kurz vor der Pause erhöhen müssen, legte sich den Ball beim Vorbeiziehen am letzten Verteidiger aber zu weit vor. Für Thun führten Tore von Leonardo Bertone und Genis Montolio innert sieben Minuten zur vorläufigen Wende. Für die Thuner war es nach 14 Spielen der erste Punktverlust, sie behielten aber 14 Punkte Vorsprung auf uns.
- Das erste Duell gegen Thun fand am 4. Oktober ebenfalls in der Ostschweiz statt. Die Gäste gewannen dank Toren von Meichtry sowie Ibayi kurz vor dem Pausenpfiff. Dazwischen traf Hugo Vandermersch zum zwischenzeitlichen Ausgleich.
- Die Heimbilanz gegen Thun in bisher 24 Spielen im Berit Sitterstadion: 13 Siege, 4 Remis, 7 Niederlagen. Spiele in der Challenge League und im Cup sind mitgezählt.
- Trainer Gian-Luca Privitelli (48) war ab 2018 bereits vier Jahre beim FC Thun im Nachwuchs tätig und zuletzt beim SFV für die U20-Nati verantwortlich. Nun ist er Nachfolger von Mauro Lustrinelli.
- Die wichtigsten Neuverpflichtungen Thuns sind Nico Maier, letzte Saison bei Blau-Weiss Linz und 2024/25 elffacher Torschütze für den FC Wil, sowie Nicolas Bürgy, der aus Dänemark in die Schweiz zurückkehrte. Beide stammen ursprünglich von den Young Boys. Aus Aarau wurden Nassim Zoukit und Dorian Derbacci geholt. Vor zehn Tagen ist zudem mit Tom Strannegaard ein Schwede vom norwegischen Klub Start Kristiansand dazugestossen.
- Sie helfen, die Lücken zu füllen, die durch die Abgänge bisheriger Leistungsträger wie Leonardo Bertone, Ermin Rastoder, Franz-Ethan Meichtry, Christopher Ibayi, Michael Heule und Valmir Matoshi entstanden sind.
- Brighton Labeau, letzte Saison mit «nur» drei Super-League-Toren, ist noch da und hat bereits fünf Treffer auf seinem Konto, davon vier in Europacup-Spielen. Am Donnerstag wurde er geschont.


