Last-Minute-Sieg im Cup-Kracher

MI, 04.02.2026 FC St.Gallen 1879 - FC Basel 1893 2:1 (1:0)

Wir gewinnen den Cup-Viertelfinal gegen den FC Basel in der Nachspielzeit mit 2:1. 

Es ist geschafft! Wir schlagen den FC Basel 1893 buchstäblich in letzter Minute. Nun gut, wir mussten nach dem Siegtreffer von Carlo Boukhalfa in der dritten Nachspielminute noch vier weitere Minuten durchhalten, die sich wie eine Ewigkeit anfühlten, doch dann stand der Einzug in den Cuphalbfinal fest.

Bereits der Beginn der Partie konnte nicht besser sein. Genau 53 Sekunden dauerte es, bis sich zuerst Hugo Vandermersch auf der rechten Seite durchtankte und Aliou Baldé vor dem Tor bediente. Fünf Basler standen im Kreis um ihn herum und gewährten ihm bis in den Fünfmeterraum freies Geleit, wo er dann aber elegant den Ball über FCB-Goalie Salvi lupfte.

Die frühe Führung liess den kybunpark ein erstes Mal explodieren und in der 24. Minute waren die 16'955 Fans im kybunpark erneut hellwach, als Lukas Watkowiak mit einem Hackentrick Xherdan Shaqiri aussteigen liess. Und im Gegenzug prüfte der bärenstarke Baldé Salvi erneut. Und fünf Minuten später hätten wir die Führung definitiv ausbauen müssen. Alessandro Vogt nahm einen Ball volley und haute ihn volles Risiko ans Lattenkreuz.

Die Basler Offensive trat erst in der 40. Minute so richtig in Erscheinung, als Shaqiri seinen Zauberfuss auspackte und Andrej Bacanin auf die Reise schickte. Lukas Görtler hätte den Basler beinahe noch als letzter Mann zu Fall gebracht – zum Glück tat er es nicht. Und Bacanin setzte den Ball knapp neben das Tor. So blieb es zur Pause beim 1:0.

Die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit war unspektakulär, bis in der 61. Minute Vandermersch den Ball knapp über die Latte schoss. Doch Basel war da bereits im Aufwind. In der 63. Minute hielt Lukas Watkowiak nach einem gefährlichen Corner den Ball mit seinen grossen Pranken fest, doch zwei Minuten später war er beim Kopfball von Joker Giacomo Koloto ohne Chance. Für einmal sah unsere ansonsten so stabile Defensive nicht gut aus.

Danach kamen wir wieder besser in die Partie und steigerten uns von Minute zu Minute. Bei einem Eckball von Lukas Daschner schlich sich Jozo Stanic in den Strafraum und kam völlig frei zum Kopfball. Salvi rettete mit einem Monstersave und hielt das Remis fest. Und eine Minute später brillierte Salvi erneut, als er einen Schuss von Diego Besio entschärfte.

Das Spiel hätte nun auf beide Seiten kippen können, und wieder versetzte Lukas Watkowiak die Fans in Aufregung, als er in der 88. Minute etwa 40 Meter vor seinem Kasten in Extremis vor einem Basler klärte. Die meisten im Stadion hatten sich da schon mit der Verlängerung abgefunden. Nicht aber Carlo Boukhalfa, der in der Nachspielzeit mit einem präzisen Schlenzer flach in die entfernte linke Ecke traf. Der kybunpark explodierte definitiv!

Nun geht unsere Cupreise am Wochenende des 18./19. April in Yverdon weiter. Entscheiden wir das grün-weisse Duell für uns, dann würde am 24. Mai im Final im Berner Wankdorf der Sieger aus der Partie Stade-Lausanne Ouchy gegen die Grasshoppers auf uns warten. (man)

FC St.Gallen 1879 – FC Basel 1893 2:1 (1:0)
kybunpark – 16'955 Zuschauer – SR Lukas Fähndrich (VAR Luca Cibelli).
Tore: 1. Baldé (Vandermersch) 1:0, 65. Koloto (Traoré) 1:1, 90.+3 Boukhalfa 2:1.
St.Gallen: Watkowiak; Gaal, Stanic, Okoroji; Daschner; Vandermersch, Görtler (Cap.), Boukhalfa, Witzig; Vogt (64. Besio), Baldé (90.+5 Efekele).
Basel: Salvi; Rüegg, Daniliuc, Vouilloz, Schmid; Bacanin (57. Kacuri), Shaqiri (Cap.), Leroy (86. Koindredi); Traoré, Ajeti (46. Koloto), Duranville (77. Agbonifo).
Verwarnungen: 16. Stanic (Foul), 45. Görtler (Foul), 51. Rüegg (Foul), 55. Gaal (Foul), 87. Koloto (Foul).
Bemerkungen: St. Gallen mit Zigi, Kleine-Bekel, Efekele, Stevanovic, Weibel, Besio, May, Ruiz, Ouattara (Ersatzbank) und ohne Verinac (gesperrt), Dumrath, Neziri, Fazliji, Owusu, Konietzke, Büttiker (alle verletzt), Bujard, Quintillà, Vallci (alle nicht im Aufgebot). Basel ohne Metinho (gesperrt), Hitz, Tsunemoto, Broschinski, van Breemen, Eduardo (alle verletzt), Rexhaj, Hoch (beide nicht im Aufgebot). – 29. Pfostenschuss von Vogt.