Herbe Niederlage im Kantonsderby
SA, 08.08.2026
FC Rapperswil-Jona - FC St.Gallen 1879 4:1 (1:1)
Unsere Frauenequipe zeigt zum Saisonauftakt eine starke erste Halbzeit, verliert nach der Pause jedoch den Zugriff auf die Partie und unterliegt dem FC Rapperswil-Jona mit 1:4.
Unsere Frauenequipe startet mit einer Niederlage in die neue Saison. Nach einem überzeugenden Beginn und dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Monika Ibishaj übernimmt Rapperswil-Jona nach der Pause zunehmend die Kontrolle. Drei weitere Treffer innert 15 Minuten besiegeln schliesslich die 1:4-Niederlage der St.Gallerinnen.
Das Team von Jasmin Schweer startete präsent und überzeugt in die Partie. In den ersten Minuten waren die St.Gallerinnen gut im Spiel und suchten immer wieder den Weg nach vorne. Die erste Halbzeit war dabei von zahlreichen Standardsituationen auf beiden Seiten geprägt. Eine solche brachte Rapperswil-Jona nach sechs Minuten schliesslich auch die Führung. Nach einem vorerst geklärten Eckstoss kam Evdokia Dimitrova Popadinova durch den zweiten Versuch zum Kopfball und traf zum 1:0.
Unsere Frauenequipe liess sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und fand wieder zurück ins Spiel. In einer guten Phase der St.Gallerinnen fiel nach 39 Minuten der verdiente Ausgleich. Monika Ibishaj fasste sich aus der Distanz ein Herz und setzte ihren Weitschuss platziert ins Netz. Für Ibishaj war es der zweite Pflichtspieltreffer im Trikot des FCSG und der erste seit ihrer definitiven Verpflichtung in der Sommerpause. Kurz darauf bot sich die Möglichkeit zur Führung. Yael Aeberhard kam zu einer guten Gelegenheit, konnte diese aber ebenso wenig nutzen wie Sina Hauswirth kurz vor dem Pausenpfiff. So ging es mit einem 1:1 und einem deutlich besseren Gefühl in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich allerdings wieder ein anderes Bild. Rapperswil-Jona kam druckvoll aus der Pause und setzte sich in der Zone 3 fest. Die St.Gallerinnen klärten zu wenig konsequent und so führte in der 49. Minute erneut ein Eckstoss zum Erfolg. Mackenzie Ann Duff brachte Rapperswil-Jona per Standard wieder in Führung.
Danach fanden die St.Gallerinnen nicht mehr in die Partie zurück. In den Duellen fehlte die nötige Energie, um die Rapperswilerinnen entscheidend zu stoppen. Dazu kamen Ballverluste und individuelle Fehler, die der FCRJ konsequent ausnutzte. In der 56. Minute erhöhte Queralt Torradeflot Estevez auf 3:1. Nach einem unglücklichen Abwehrversuch der St.Gallerinnen landete der Ball bei Cecilia Way, die Estevez mit einem hohen Zuspiel bediente. Diese traf - ungedeckt - den Ball souverän und versenkte ihn im unteren linken Eck. Vier Minuten später fiel bereits der nächste Treffer. Jana Brunner wartete bei einem Zuspiel einen Moment zu lange, Cecilia Way setzte die St.Galler Abwehrspielerin unter Druck und eroberte den Ball. Anschliessend lief die Rapperswiler Angreiferin alleine auf Torhüterin Serena Proplesch zu und liess dieser keine Chance.
Unsere Frauen blieben zwar bemüht und versuchten, noch einmal vorzustossen. Die nötige Qualität, um weitere klare Torchancen zu kreieren, fehlte an diesem Nachmittag jedoch. Rapperswil-Jona kam in der Schlussphase seinerseits noch einmal gefährlich vor das Tor. In der 86. Minute machte sich Proplesch lang und lenkte einen Schuss gerade noch an den Pfosten.
Für unsere Kapitänin Jana Brunner war die Partie trotz der Niederlage eine besondere: Sie absolvierte ihr 200. Pflichtspiel für den FC St.Gallen 1879. Zudem feierten Sanne Koopman und Rucy Grunenberg ihr Debüt im grünweissen Dress. Nach ihren Verletzungspausen kehrten auch Naja Glanzmann, Alessandra de Freitas und Sina Hauswirth zurück. Hauswirth stand dabei sogar gleich wieder in der Startelf.
Rapperswil-Jona präsentierte sich im Vergleich zu den vergangenen Saisons deutlich verändert und überzeugte mit einem präsenten Team, in dem mehrere neue Akteurinnen Erfahrung und Profi-Status mitbringen. Für unsere Frauenequipe gilt es nun, die kommende Vorbereitungszeit zu nutzen und den Fokus auf die nächste Partie gegen Yverdon zu richten. Dort soll die Reaktion auf den Saisonauftakt folgen und im besten Fall die ersten drei Punkte der neuen Saison.


