Benfica wie im Rausch
DO, 30.07.2026
SL Benfica - FC St.Gallen 1879 5:0 (1:0)
Nach dem 0:1 zur Pause durften wir noch hoffen. Doch nach dem Platzverweis für Stanic in der 57. Minute zeigte SL Benfica eindrucksvoll, warum die Mannschaft zu den besten Europas zählt. Am Ende müssen wir uns mit 0:5 geschlagen geben.
Wie erwartet versuchte uns Benfica von Beginn weg unter Druck zu setzen. In der Anfangsphase konnten wir noch gut dagegenhalten, doch bereits in der elften Minute fand das Heimteam in der Mitte eine grosse Lücke vor. Stürmer Vangelis Pavlidis liess sich nicht bitten und erzielte die frühe Führung, die wir unter allen Umständen verhindern wollten.
Zwar hatten wir fast unmittelbar nach dem 0:1 durch Aliou Baldé und Chima Okoroji eine sehr gute Doppelchance, und auch in der 17. Minute war Baldé für eine gefährliche Aktion vor dem Benfica-Tor besorgt, doch danach übernahm das Heimteam das Spieldiktat.
Nach einer halben Stunde wurde unser Cheftrainer Enno Maassen bereits zum ersten Wechsel gezwungen. Der angeschlagene Tom Gaal verletzte sich und musste Joel Ruiz Platz machen. Es folgten zwei weitere Topchancen für die «Roten Teufel», doch einmal klärte Baldé als hinterster Mann, und einmal parierte Watkowiak sensationell. Das 1:0 zu Pause war sicher nicht unverdient, auch wenn wir ebenfalls ein Tor hätten erzielen können.
Nach der Pause hielt der Druck an, und nach zehn Minuten in der zweiten Hälfte quasi eine Blaupause des ersten Treffers: Wieder wurde Pavlidis in der Mitte freigespielt und der Grieche erzielte mittels Flachschuss das 2:0
Keine zwei Minuten nach diesem Treffer kam der nächste Nackenschlag: Der bereits verwarnte Jozo Stanic sah für ein taktisches Foul in der Spielfeldmitte die Ampelkarte. Maassen stellte auf ein 3-1-4-1 um, brachte Andrin Hunziker als einzige Sturmspitze und nahm Baldé auf die Seite. Doch mit einem Mann mehr war das europäische Spitzenteam nun noch drückender und dominanter.
In der 66. Minute lag der Ball nach einem Kopfball von Pavlidis wieder im Netz. Schiedsrichter Badstübner und sein Assistent gaben den Treffer zwar nicht, doch sie wurden überstimmt von VAR Dingert. Mit dem 3:0 und einem Mann weniger war nun die Sache gegessen.
Dass dann Pavlidis mit einem Foulelfmeter – Frokaj foulte Rios – noch seinen vierten Treffer erzielen konnte, war für den Benfica-Stürmer sensationell, für uns jedoch brutal. Und mit dem 5:0 für Benfica durch Verteidiger Lenglet war die Niederlage vor fast 59'563 Fans Tatsache. Das bedeutet für uns, dass es europäisch nächsten Donnerstag in Moldawien gegen Sheriff Tiraspol in der 3. Qualifikationsrunde der Conference League weitergeht. (man)
SL Benfica – FC St.Gallen 1879 5:0 (1:0)
SL Benfica – FC St.Gallen 1879 5:0 (1:0)
Estádio da Luz – 59'563 Zuschauer – SR Florian Badstübner GER (VAR Christian Dingert GER).
Tore: 11. Pavlidis (Rafa Silva) 1:0, 55. Pavlidis (Kaminski) 2:0, 66. Pavlidis (Bah) 3:0, 74. Pavlidis (Pen.) 4:0, Lenglet (Lukebakio) 5:0
Lissabon: Trubin; Bah (77. Dedic), Antonio Silva (Cap.), Leglet, Dahl; Barreiro (66. Rios). Barrenechea; Rafa Silva (75. Lukebakio), Sudakow, Kaminski (75. Schjelderup); Pavlidis (77. Duran).
St.Gallen: Watkowiak; Gaal (33. Ruiz), Stanic, Okoroji; Daschner; Vandermersch, Görtler (Cap., 71. Konietzke), Boukhalfa (57. Frokaj), Stevanovic; Witzig (57. Hunziker), Baldé (71. Owusu).
Verwarnungen: 21. Stanic (Foul), 50. Okoroji (Foul).
Bemerkungen: Lissabon ohne Prestianni (gesperrt), Aursnes, Bruma (beide verletzt), Tiago Freitas (nicht im Aufgebot). St.Gallen mit Dumrath, Bujard, Hunziker, Frokaj, Fazliji, Besio, Owusu, Konietzke, Heydari, Ruiz (Ersatzbank) und ohne Zigi, May, Kleine-Bekel, Ambrosius, Neziri, Weibel, Efekele, Scherrer (alle verletzt), Csoboth, Büttiker (beide nicht im Aufgebot). – 41. Pfostenschuss von Baldé. – 57. Gelb-Rote Karte gegen Stanic (Foul) – 67. VAR korrigiert Nicht-Tor und entscheidet auf 3:0.


