Das Spiel nach der Pause gedreht

FC St.Gallen 1879 - FC Luzern 2:1 (0:1) Mi, 17.02.2021 Spielberichte Bildbeschreibung

Im Heimspiel gegen den FC Luzern gewinnen wir mit 2:1. Victor Ruiz per Penalty und Kwadwo Duah drehen mit ihren Toren den Pausenrückstand.

Ganz anders als in den letzten Spielen entwickelte sich im kybunpark eine ereignisarme Startphase. So fiel das Führungstor für die Luzerner nach einer knappen Viertelstunde aus dem Nichts, war es doch die erste nennenswerte Torchance eines der beiden Teams in dieser Partie. Nach einem Einwurf in der eigenen Platzhälfte überbrückten die Gäste das Mittelfeld schnell und lancierten Filip Ugrinić auf der linken Seite. Dessen Abschluss konnte Lawrence Ati Zigi nicht wunschgemäss abwehren, Dejan Sorgić stand goldrichtig und brauchte nur noch einzuschieben.

Nach dem Gegentor kam unsere Mannschaft vermehrt zu Offensivaktionen, während sich Luzern zurückzog und bis zur Pause keine Torchance mehr verzeichnete. Jérémy Guillemenot prüfte Mitte der Halbzeit mit einem Schuss vom linken Strafraumeck Luzerns Goalie Marius Müller, der den Ball über die Latte lenkte. Zwischen der 29. und der 31. Minute gab es gleich drei Abschlüsse. Kwadwo Duah verfehlte jedoch aus spitzem Winkel, Lukas Görtlers Schuss wehrte Müller ab und Guillemenot traf nur ans Aussennetz. Kurz vor der Pause reüssierte auch Jordi Quintillà nicht, sodass es mit einem 0:1 in die Kabinen ging.

Auch nach der Pause gab es vorerst für uns kein Durchkommen gegen die kompakt stehenden Gäste. Doch in der 55. Minute ereignete sich die Szene, welche die Wende in dieser Partie markieren sollte. Duah wurde von Martin Frýdek im Strafraum umgerissen – Penalty. Und weil Frýdek bei seinem Foul der hinterste Mann war, erhielt er folgerichtig auch noch die Rote Karte. Victor Ruiz liess sich vom Punkt nicht zweimal bitten und traf platziert in den Winkel zum Ausgleich. Nur eine Minute später hätte Görtler beinahe für die Führung gesorgt, doch Müller konnten seinen Schuss abwehren.

Mit einem Mann mehr suchte die Mannschaft von Peter Zeidler vehement den Führungstreffer. Basil Stillhart prüfte Müller, der jedoch erneut parieren konnte. In der 72. Minute war der Schlussmann aber machtlos: Görtler und Ruiz kombinierten sich herrlich in den Luzerner Strafraum, Ruiz passte zur Mitte, wo Boris Babić weiterleitete zu Duah, der am entfernten Pfosten zur Führung einschoss. Der eingewechselte Babić verpasste kurz darauf die Zwei-Tore-Führung, als er den Ball nicht richtig traf, und Duah hatte in der 83. Minute den Matchball auf dem Fuss, zögerte aber zu lange.

So hatte Luzern weiterhin die Chance auf einen Punktgewinn in Unterzahl, und die Innerschweizer kamen tatsächlich noch zu zwei guten Möglichkeiten. Erst war Zigi bei einem Distanzschuss mit einer Faustabwehr auf dem Posten, und in der 88. Minute prallte ein Ball auf die Latte, wobei Zigi auch da zur Stelle gewesen wäre. In der Nachspielzeit geriet unser Sieg nicht mehr in Gefahr. Im Gegenteil, Jordi Quintillà hätte das Resultat mit einem platzierten Freistoss beinahe noch ausgebaut, doch auch diesen Ball entschärfte Müller. Das spielte wenig später keine Rolle mehr, denn kurz darauf ertönte der Schlusspfiff und die drei Punkte waren im Trockenen. (abo.)

 

FC St.Gallen 1879 - FC Luzern 2:1 (0:1)

kybunpark - 0 Zuschauer (Coronarichtlinien) - SR: Stefan Horisberger.

Tore: 14. Sorgić 0:1, 58. Ruiz (Foulpenalty) 1:1, 72. Duah 2:1

St.Gallen: Zigi; Stergiou, Nuhu (65. Kräuchi), Fazliji, Traorè (76. Cabral); Görtler, Quintillà, Ruiz (88. Letard); Stillhart; Guillemenot (65. Babić), Duah (88. Youan).

Luzern: Müller; Schwegler, Knežević, Burch, Frýdek; Schürpf (52. Ndiaye), Schulz (79. Sidler), Schaub (62. Emini), Wehrmann (79. Grether), Ugrinić; Sorgić (62. Tasar).

Verwarnungen: 19. Traorè (Unsportlichkeit), 61. Schaub (Foul), 70. Schwegler (Reklamieren), 86. Görtler (Reklamieren, im nächsten Spiel gesperrt).

Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Cabral, Youan, Kräuchi, Babić, Diarrassouba, Letard und ohne Gonzalez, Muheim, Campos (verletzt), Adamu, Ajeti, Staubli, Solimando, Strübi, Lüchinger und Abaz (nicht im Aufgebot/U21). Luzern ohne Alves, Ndenge, Alabi (verletzt), Carbonell, Radtke, Owusu, Balaruban, Alounga, Jashari, Jacot, Lang, Binous und Monney (nicht im Aufgebot/U21).
55. Rote Karte für Frýdek (Notbremsefoul an Duah). 88. Lattenschuss von Knežević.