Nächster Testspielsieg

FC St.Gallen 1879 - FC Wil 1900 4:1 (3:1) Do, 12.03.2020 Spielberichte Bildbeschreibung

Im Testspiel gegen den FC Wil gewinnen wir im kybunpark mit 4:1. Der Sieg geht in Ordnung, aber besonders in der Mitte der ersten Halbzeit brauchte es einen Zigi in Hochform, um nicht mehr als ein Tor zu kassieren.

Fussball ohne Fans ist wie eine Suppe ohne Salz. Die Zutaten an diesem Freitagnachmittag, also die beiden Teams FC St.Gallen und FC Wil, die sind qualitativ einwandfrei, doch es schmeckt etwas fade, als Schiedsrichter Fedayi San um 14.58 Uhr das Testspiel im kybunpark anpfeift. Kein "Hopp Sanggalle" von den Rängen, keine Fahnen.

Bereits nach zwei Minuten und sechs Sekunden sorgen unsere Spieler für ordentlich Pfeffer. Zuerst schiesst Miro Muheim aus spitzem Winkel von links, Wils Goalie Mossi hält. Doch Lukas Görtler kann dann von der anderen Seite her den Abpraller in der linken unteren Ecke verwerten. Aber Doch ausser den Spielern und dem Staff auf der Bank, dem Verwaltungsrat mit Präsident Matthias Hüppi sowie einigen Angestellten der Event AG und rund ein Dutzend Journalisten und Fotografen reagiert halt niemand. Weil eben niemand sonst da ist.

Kunstschuss von Jordi Quintillà

Auch kein lang gezogenes "Zigiiiiiiii" kommt aus dem Espenblock, als Lawrence Ati Zigi in der neunten Minute alleine bravourös gegen einen Wiler mit dem Fuss rettet - eben vor diesem Espenblock, aber ohne unsere Anhänger. Eine Minute später schiesst André Ribeiro flach, Mossi hält. Silvan Hefti dribbelt in der 17 Minute seinen Gegenspielern Knoten in die Beine, doch seinen Querpass vor das Tor kann Cedric Itten am ersten Pfosten knapp nicht verwerten.

Das 2:0 liegt also in der Luft - und folgt nur zwei Minuten später, als Jordi Quintillà bei einem Freistoss aus fast 30 Metern Anlauf nimmt. Frech schnippelt er den Ball bei der nahen Torwartecke um die Mauer und ins Netz. Einmal mehr ein Kunstschuss unseres Katalanen.

Salmsacher trifft, Wiler machen Dampf

Doch dann drehen die Gäste plötzlich auf. Allen voran Julian von Moos. Der Stürmer aus Salmsach bei Romanshorn ist eine Leihgabe des FC Basel und zeigt in der 21. Minute, weshalb die Basler weit über eine Million für ihn hingeblättert haben. Er trifft nach einem Einwurf und schönem Dribbling im Strafraum links oben ins Eck, Zigi ist ohne Chance. Und nur eine Minute nach seinem Anschlusstreffer gleicht von Moos beinahe aus, doch sein Schuss aus 20 Metern streift die Latte.

Die Wiler scheinen nun Blut geleckt zu haben. Ein Strich von Duah aus rund 30 Metern, aber Zigi wehrt mit einer Hand bravourös ins Toraus zum Corner ab. Zum Glück ist nun unser Goalie so richtig warm, denn in der 31. Minute steckt Silvio im Strafraum auf Fazliu durch, und dieser scheitert an Zigi, der wieder ins Toraus abwehrt. Eine Minute später packt Zigi die nächste Parade aus. Diesmal ist es Abedini, der mit seinem Flachschuss knapp ausserhalb des Strafraums scheitert.

Spitzguuge aus vier Metern

Nach dieser Druckphase der Wiler sind wir wieder an der Reihe. Ermedin Demirovic verpasst das Tor in der 36. Minute, als sein Schuss aus der Drehung Zentimeter über die Latte fliegt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff vier weitere Chancen vom Sturmduo Demirovic/Ribeiro - schön abwechslungsweise. Zuerst kommt André Ribeiro in der 43.Minute aus wenigen Metern Torentfernung an den Ball, lässt seinen Gegenspieler schön aussteigen, haut dann aber den Ball mit einer Spitzguuge aus vier Metern über das Tor.

In der 44. Minute dann wieder Demirovic, aber Mossi hält. Und noch in derselben Minute schiesst Ribeiro den Ball an den Pfosten. Doch der dritte Treffer fällt doch noch, denn Ermedin Demirovic erhöht eine halbe Minute vor der Halbzeit mit einem Flachschuss von rechts in die linke Ecke auf 3:1. Ein verdientes Resultat nach einer attraktiven ersten Halbzeit.

Zehnfach Wechsel nach einer Stunde

Nach der Pause geht's weiter mit vielen neuen Spielern. Bei den Wilern stehen gleich acht Eingewechselte auf dem Feld, bei uns ersetzt lediglich Jonathan Klinsmann Zigi zwischen den Pfosten. Doch es gibt weiterhin Torchancen, wenn auch nicht mehr so zahlreich. Nach einem Freistoss von Lukas Görtler in der 49. Minute kommt der Ball zum Deutschen zurück. Er flankt den Ball nochmals in den Strafraum, wo Cedric Itten zu einer Bicicletta ansetzt - aber Goalie Kostadinovic hält.

Fünf Minuten nach dieser Szene können die Wiler einen Freistoss - ebenfalls von rechts - treten. Innerhalb des Strafraums steigen Letard und Silvio zum Kopfball hoch und der Ball wird an die Latte abgelenkt. Kurz danach wechselt auch Peter Zeidler. Alle zehn Feldspieler gehen vom Platz, frische Kräfte kommen ins Spiel.

Gonzalez' Riecher und wunderschöner Lupfer

In der letzten halben Stunde passiert nicht mehr allzu viel. Erwähnenswert ist aber auf jeden Fall die 74. Minute, als die Wiler einen Rückpass zu ihrem Goalie spielen wollen. Doch Lorenzo Gonzalez reagiert blitzschnell, geht dazwischen und lupft den Ball wunderschön über Kostadinovic zum 4:1.

Kurz danach kann sich der Wil-Goalie dann doch noch auszeichnen, als er einen Schuss von Fabio Solimando hält, doch mehr kommt von beiden Mannschaften nicht mehr in diesem Spiel, das vielleicht das letzte für längere Zeit gewesen sein könnte. (mna)

 

FC St.Gallen 1879 - FC Wil 4:1 (3:1)

kybunpark - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - SR Fedayi San.

Tore: 3. Görtler 1:0, 19. Quintillà 2:0, 21. von Moos 2:1, 45. Demirovic 3:1, 74. Gonzalez 4:1.

St.Gallen: Zigi (45. Klinsmann); Hefti (Cap.) (60. Kräuchi), Fazliji (91. Vilotic), Letard (60. Fabiano), Muheim (60. Rüfli); Görtler (60. Staubli), Quintillà (60. Costanzo), Bakayoko (60. Solimando); Itten (60. Campos), Ribeiro (60. Ruiz), Demirovic (60. Gonzalez).

Wil: Mossi (46. Kostadinovic); Rohner (46. Padula), Kamberi (46. Kostantinos), Schmid (65. Traber), Schäppi (65. Celant); Abedini (46. Ndau), Ismaili (46. Muntwiler); von Moos (46. Brahimi), Fazliu (46. Krasniqi), Duah (46. Bosic); Silvio (65. Paunescu).

Verwarnungen: keine.

Bemerkungen: St.Gallen mit Klinsmann, Ruiz, Fabiano Alves, Vilotic, Costanzo, Gonzalez, Staubli, Solimando, Kräuchi, Campos, Rüfli (Ersatzbank) und ohne Strübi, Guillemenot, Ajeti, Nuhu, Babic, Lüchinger (alle verletzt oder krank). - 22. Schuss von von Moos an die Latte. - 44. Schuss von Ribeiro an den Pfosten. - 54. Kopfball von Silvio an die Latte.