Viele Tore in Schaffhausen

FC Schaffhausen - FC St.Gallen 1879 5:3 (1:1) Mo, 17.02.2020 Spielberichte

Trotz der 3:5-Niederlage war es für Peter Zeidler ein guter Test beim FC Schaffhausen, denn jedes Spiel sei besser als ein Training, meinte unser Cheftrainer. Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Adonis Ajeti, der in der 52. Minute ausgewechselt werden musste.

Nicht einmal 24 Stunden nach dem Spiel in Luzern stand bereits das nächste Spiel an für unsere Espen. Peter Zeidler liess all jene Akteure zum Zug kommen, die in Luzern nicht über 90 Minuten im Einsatz standen. Kein Training sei so gut wie ein Spiel, meinte unser Cheftrainer. Und auch unser Gegner Schaffhausen besitzt ein grosses Kader, sodass auch bei den Munotstädtern sich die Spieler aufdrängen wollen, die am Wochenende nicht spielen konnten.

Das Spiel fand bei nicht ganz so angenehmen, nass-kalten Bedingungen im Lipo Park statt. Zuschauer waren keine zugelassen, doch einige unserer Stammspieler haben das Team dennoch begleitet und schauten sich von der Tribüne aus an, wie Angelo Campos nach 17 Minuten im Strafraum gefoult wurde. Axel Bakayoko verwertete den fälligen Penalty sicher. Zu gut wollte es Bakayoko dann in der 35. Minute machen. Diesmal wurde André Ribeiro im Strafraum angegangen. Wieder lief Bakayoko an, zirkelte den Ball aber über das rechte Lattenkreuz.

Das sollte sich rächen, denn die Schaffhauser kamen nach einem Missverständnis in unserer Abwehr kurz vor dem Halbzeitpfiff zum Ausgleich. Missi Mezu schoss mit einem schönen Lob aus rund 25 Metern das 1:1. Und beinahe wären die Gastgeber noch in Führung gegangen, hätte Jonathan Klinsmann nicht noch zweimal bravourös gerettet: Zuerst gegen Bajrami in der 42. Minute, dann noch bei einem Freistoss von Kronig in der 45. Minute.

Torfestival nach der Pause und ein Schock

Nach dem Seitenwechsel brachen dann alle Abwehrdämme, um es etwas überspitzt zu formulieren, denn es fielen noch sechs weitere Tore. Bei den Schaffhauser zwei, bei uns vier. Doch zuerst gab es für uns noch den Ausfall von Adonis Ajeti zu verkraften, der in der 52. Minute verletzt ausgewechselt werden musste. Bei einem Zweikampf verletzte er sich wahrschinlich schwer am linken Sprunggelenk.

In der 58. Minute konnten die Schaffhauser das 2:1 durch Breitenmoser erzielen. Bajrami schob ihm den Ball im Sechzehner quer rüber, sodass er nur noch einschieben musste. Sechs Minuten später zog André Ribeiro von ausserhalb des Strafraums ab, und Goalie Heim liess den Ball zwischen seinen Beinen hindurch ins Tor kullern. Doch das 2:2 hatte kaum eine Minute Bestand, denn Missi Mezu traf in der 65. Minute zum 3:2 mit einem schönen Flachschuss.

Angelo Campos konnte in der 72. Minute erneut ausgleichen. Er lief in den Strafraum, schüttelte seinen Gegenspieler ab und hämmerte aus 14 Metern den Ball ins Lattenkreuz. Ein herrliches Tor. Peter Zeidler wechselte in der Folge noch einige Nachwuchsspieler ein, die sich ebenfalls zeigen durften und ihre Sache gut gemacht haben. Doch sie konnten die weiteren zwei Tore des FCS in der 82. und 90. Minute nicht verhindern. (mna)

 

FC Schaffhausen - FC St.Gallen 1879 5:3 (1:1)

Lipo Park - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - SR Johannes von Mandach.

Tore: 17. Bakayoko 0:1 (Pen.), 40. Missi Mezu 1:1, 58. Breitenmoser 2:1, 64. Ribeiro 2:2, 65. Missi Mezu 3:2, 72. Campos 3:3, 82. Coulibaly 4:3, 90. Bajrami 5:3 (Pen.).

Schaffhausen: Saipi (46. Heim); Aydeniz, Müller, Kronig, Bislimi; Breitenmoser, Vitija, Coulibaly, Imeri; Missi Mezu (79. Rether), Bajrami.

St.Gallen: Klinsmann; Kräuchi, Ajeti (52. Keller), Fabiano (75. Pfyl), Rüfli; Staubli, Fazliji, Solimando (75. Heule); Campos (75. Özcelik), Ribeiro, Bakayoko (46. Gonzalez).

Verwarnungen: 84. Fazliji (Foul).

Bemerkungen: St.Gallen mit Abaz, Gonzalez, Pfyl, Öczelik, Heule, Keller (Ersatzbank) und ohne Ruiz (gesperrt), Strübi, Vilotic, Costanzo, Nuhu, Lüchinger (krank oder verletzt), Zigi, Stergiou, Ruiz, Quintillà, Guillemenot, Demirovic, Itten, Görtler, Muheim, Kchouk, Babic, Hefti, Letard (nicht im Aufgebot). - 35. Bakayoko verschiesst Foulelfmeter.