Siegreich in Berlin

1. FC Union Berlin - FC St.Gallen 1879 1:2 (1:1) So, 19.01.2020 Spielberichte Bildbeschreibung

Ein verdienter Sieg hier in Berlin bei Eisern Union vor einer stattlichen Kulisse für ein Freundschaftsspiel. Wir sind bereit für den Rückrundenstart in einer Woche.

"Wir sind bereit" lautet das Kürzestfazit nach dem Test beim 1. FC Union in Berlin. Mit 2:1 gewinnen wir "An der Alten Försterei" und hätten das auch noch mit dem einen oder anderen Tor höher tun können. Für unseren Trainer Peter Zeidler hat sich der Trip in die deutsche Hauptstadt gelohnt, ebenso für die wohl rund 200 grün-weissen Anhänger, die die Mannschaft an dieses Freundschaftsspiel begleitet haben.

Freundschaftlich wurden wir auch von den Berlinern empfangen. Der Kultverein aus dem Osten Berlins, im Stadtteil Köpenick beheimatet, sorgte für einen guten Aufenthalt, und dessen Fans für eine tolle Atmosphäre. 3'578 Zuschauer waren im Stadion. Von der Stimmung begeistert zeigte sich auch Union-Trainer Urs Fischer, der fast ein ganzes Jahrzehnt für den FCSG gespielt hatte und lange Jahre unser Captain war.

Frühe Führung durch Demirovic

Mit dem obligaten Wimpeltausch und dem Anpfiff war's dann vorbei mit den freundschaftlichen Gesten. Es ging gleich intensiv zur Sache und wir hatten eine richtig gute Startphase, gekrönt mit der frühen Führung in der zwölften Minute. Jérémy Guillemenot lancierte Sturmpartner Ermedin Demirovic mit einem Steilpass halb rechts, und dieser liess sich nicht zweimal bitten, schoss flach in die entfernte linke Ecke ein.

Lediglich in den zwanzig Minuten vor der Pause kamen die Gastgeber etwas auf und erzielten nach einer halben Stunde den Ausgleich. Bei einem Angriff über die rechte Seite und der Hereingabe zur Mitte schoss Ujah das 1:1 und profitierte davon, dass Leonidas Stergiou unglücklich ausrutschte. Doch die Abwehr hinterliess gegen den Bundesligisten einen stabilen Eindruck.

Defensive steigert sich von Spiel zu Spiel

Dazu gehörte auch Goalie Lawrence Ati Zigi, der über 90 Minuten zum Einsatz kam, Sicherheit ausstrahlte und sich das eine oder andere Mal beweisen konnte. Auch das Zusammenspiel mit seinen Vorderleuten klappte im ersten Spiel schon erstaunlich gut, so dass es bei diesem einen Gegentreffer blieb.

Damit haben wir uns in der Defensive in jedem der Testspiele gesteigert. Gegen Ingolstadt waren es noch sechs Gegentore, gegen Leverkusen drei, gegen Oostende zwei und nun gegen Union Berlin noch eines. In der Offensive erzeilten wir zweimal drei und zweimal zwei Treffer - und das war in Berlin einer der Punkte, in dem wir uns noch verbessern können. Denn schliesslich hätten es mehr als die zwei Tore sein können, ja sein müssen. Die Gastgeber konnten sich bei ihrem Torhüter Busk bedanken.

Schrecksekunde für Görtler

Dass es zwei wurden, das lag natürlich am Torschützen zum 2:1 in der 58. Minute, Cedric Itten, der ebenso kaltblütig wie Demirovic in der ersten Halbzeit vollstreckte. Aber vor allem auch an Lukas Görtler, der herrlich beim gegnerischen Strafraum nachsetzte und so den Ball eroberte, den er dann auf Itten spitzeln konnte.

Dieser Lukas Görtler - und mit ihm der ganze grün-weisse Anhang - erlebte kurz vor der Pause eine Schrecksekunde, als er einen Schlag aufs Knie erhielt und vom Platz humpeln musste. Doch unsere Nummer 16 konnte kurz darauf wieder mittun und nach dem Spiel Entwarnung geben. Für Lugano sei er wieder parat. Und mit ihm ist es das ganze Team. (mna)

 

1. FC Union Berlin - FC St.Gallen 1879 1:2 (1:1)

An der Alten Försterei - 3'578 Zuschauer - SR Lasse Koslowski.

Tore: 12. Demirovic 0:1, 30. Ujah 1:1, 58. Itten 1:2.

Union: Busk; Becker, Maloney (46. Schlotterbeck), Hübner (71. Rankic), Flecker; Kroos (Cap.); Kade (77. Macejewski), Malli (63. Arcones), Reichel; Ujah, Polter.

St.Gallen: Zigi; Hefti (Cap.) (64. Kräuchi), Stergiou (64. Ajeti), Letard (46. Fazliji), Muheim (77. Solimando); Görtler (64. Staubli), Quintillà (77. FAbiano Alves), Ruiz (77. Campos); Demirovic (64. Bakayoko), Guillemenot (64. Ribeiro), Babic (46. Itten).

Verwarnungen: 20. Kade (Schwalbe), 45. Hübner (Foul).

Bemerkungen: St.Gallen ohne Klinsmann, Strübi, Nuhu, Lüchinger, Rüfli (alle verletzt oder angeschlagen).