Cupout in Winterthur

FC Winterthur - FC St.Gallen 1879 2:0 (0:0) Sa, 14.09.2019 Spielberichte Bildbeschreibung

Nach einem guten Beginn lenkte der Platzverweis gegen Goalie Klinsmann die Partie in eine andere Richtung. Die Chancen zum Ausgleich am Schluss des Spiels konnten wir nicht mehr nutzen.

Am Ende fehlte uns die Kraft und auch etwas das Glück. Die Chancen zum Ausgleich waren zwar da, doch offensichtlich liegt uns Winterthur im Cup nicht. Schon im März 2012 schieden wir auf der Schützenwiese nach Penaltyschiessen aus.

Diesmal waren es keine Elfmeter, die uns das Genick brachen, sondern ein Platzverweis. Zumindest lenkte dieser das Spiel in ganz andere Bahnen, denn wir bestimmten den flotten Beginn der Partie, wobei auch Winterthur seine Torchancen hatte. Doch nach einer halben Stunde konnte Ex-Espe Buess alleine auf Klinsmann losziehen. Dieser kam raus aus dem Strafraum und brachte den FCW-Stürmer zu Fall.

"Ich muss es im Fernsehen nochmals anschauen", sagte Buess nach dem Spiel in den Katakomben der Schützenwiese auf die Frage, wie er die Szene erlebt habe. Alles sei sehr schnell gegangen, aber er glaubt leicht berührt worden zu sein. Die TV-Bilder gaben ebenfalls nicht ganz Aufschluss, bei einem Eingreifen des nicht vorhandenen VAR wäre der Entscheid allenfalls revidiert worden.

Trainer Peter Zeidler war somit gezwungen, einen Feldspieler durch Dejan Stojanovic zu ersetzen. Er entschied sich für Stürmer Jérémy Guillemenot, dessen Arbeitstag dadurch auch schon nach einer halben Stunde beendet war. "Es tut immer weh, einen Spieler in so einer Situation vom Platz holen zu müssen", sagte Zeidler.

Trotz Unterzahl war das Spiel bis zur Pause ausgeglichen. Winterthur konnte nicht von der numerischen Überlegenheit profitieren. Im Gegenteil: Beinahe hätten wir in der dritten von vier Minuten Nachspielzeit noch die Führung erzielt. Jordi Quintillà schlenzte den Ball von der Seitenauslinie zur Mitte, doch der Ball landete nur an der Latte.

Kurz nach der Pause folgte der nächste Nackenschlag. Der Ball kam auf die linke Seite zu Mahamid und dessen flacher Schlenzer fand den Weg in die entfernte rechte Ecke. Der Ball sprang komisch auf - beziehungsweise gar nicht. So flutschte der Ball unter Stojanovic durch.

Das Tor gab Winterthur natürlich noch mehr Auftrieb. Die Eulachstädter spielten aber auch clever, liessen nun vermehrt den Ball und unsere Spieler laufen, was uns viel Kraft kostete. Tormöglichkeiten hatte Winterthur aber fast keine, im Gegensatz zu uns. Itten hatte nach einer Stunde die Chance zum Ausgleich, traf aber den Ball nicht richtig. Dann kam Boris Babic für Moreno Costanzo ins Spiel und versuchte es ebenfalls mit mehreren Torschüssen, die aber den Weg nicht ins Tor fanden.

Cedric Itten hatte in der 73. Minute eine weitere Chance, doch Spiegel im FCW-Tor machte sie zunichte. So verging Minute um Minute und die Zeit wurde immer knapper. Doch in der 90. Minute konnte Itten aus halbrechter Position auf Spiegel loslaufen. Dieser wehrte den Schuss Ittens zwar ab, jedoch nur zur Mitte, wo Milan Vilotic stand - aber so überrascht wurde, dass er den Ball aus wenigen Metern volley nehmen musste und über die Latte schoss. Und in der zweiten Minute der Nachspielzeit hatte unser Innenverteidiger eine weitere Gelegenheit, doc auch diesmal fehlte das Glück - und wohl auch die Kraft, um den Ausgleich doch noch zu erzielen. (mna)

 

FC Winterthur- FC St.Gallen 1879 2:0 (0:0)

Schützenwiese - 8'000 Zuschauer - SR Nikolaj Hänni.

Tore: 48. Mahamid 1:0, 93. Da Silva 2:0.

Winterthur: Spiegel; Isik, Bühler, Hajrovic, Schättin; Sliskovic, Doumbia, Lekaj, Mahamid; Taipi; Buess.

St.Gallen: Klinsmann; Hefti (Cap.), Stergiou, Vilotic, Rüfli (78. Muheim); Görtler, Quintillà, Costanzo (62. Babic); Guillemenot (33. Stojanovic), Itten, Ruiz.

Verwarnungen: 37. Rüfli (Foul), 64. Spiegel (Zeitspiel).

Bemerkungen: St.Gallen mit Stojanovic, Fabiano Alves, Muheim, Fazliji, Kräuchi, Babic, Campos (Ersatzbank) und ohne Bakayoko, Kchouk, Nuhu, Lüchinger, Letard (verletzt/krank), Strübi, Wiss, Ribeiro, Ajeti, Demirovic, Staubli, Solimando (nicht im Aufgebot). - 31. Rote Karte gegen Klinsmann (Notbremse). - 45.+3 Lattenschuss von Quintillà.