FC St.Gallen
 

Spielberichte

16.12.2018

Zu spät ins Spiel gekommen

FC Luzern - FC St.Gallen 1879 2:1

Das Aufbäumen kam zu spät. Luzern ist eine Stunde lang das bessere Team und geht 2:0 in Führung. Wir finden erst nach Kutesas Anschlusstreffer ins Spiel und dominieren die letzte halbe Stunde, können aber nicht mehr ausgleichen.

Nach der ersten Halbzeit sprach nicht viel für uns. Die Luzerner starteten ideal ins Spiel und profitierten von einem Eigentor von Alain Wiss nach nur sechs Minuten, der eine Hereingabe von Vargas unglücklich ablenkte. Auch in der Folge spielte nur das Heimteam, und Vargas doppelte in der 20. Minute quasi nach, als er diesmal auch wirklich der Torschütze war. Die Überlegenheit der Innerschweizer hielt bis zur Pause an, und Präsident Matthias Hüppi musste ebenfalls eingestehen, dass der FCL durchaus noch ein oder zwei Tore höher hätte führen können.

Einen weiteren Rückschlag gab es nach etwas mehr als einer halben Stunde, als Captain Silvan Hefti mit einer Knieverletzung humpelnd vom Platz musste. Schon in der fünften Minute erhielt er einen Schlag gegen das Knie, und später nochmals, so dass das Spiel endgültig für ihn vorbei war. Er wurde ersetzt durch Angelo Campos. Der Mittelstürmer aus der U21 feierte sein Debüt in der ersten Mannschaft. Dafür rückte Tranquillo Barnetta - nun Captain - ins Mittelfeld, weil Jordi Quintillà den freien Platz in der Innenverteidigung besetzte.

Doch die zweite Halbzeit gab nicht nur Matthias Hüppi Anlass zur Hoffnung. Trainer Peter Zeidler wechselte Yannis Tafer für Andreas Wittwer ein, um die Offensive noch mehr zu verstärken. "Luzern hat kaum noch einen Ball gesehen in der zweiten Halbzeit", meinte Nicolas Lüchinger. Und diese offensiven Bemühungen wurden in der 59. Minute belohnt, als Campos und eben Lüchinger sich auf der rechten Seite durchkombiniert hatten. Goalie Zibung konnte Lüchingers Hereingabe zwar noch abwehren, doch Dereck Kutesa staubte ab und erzielte den Anschlusstreffer.

Nach unserem 2:1 wurde das Heimteam sichtlich nervös und musste ernsthaft befürchten, den sicher geglaubten Sieg noch aus den Händen zu geben. Doch trotz Angriff um Angriff, der auf das Tor von Zibung rollte, gelang es uns nicht mehr, das 2:2 zu schiessen. "Auf dieser Moral lässt sich aber aufbauen", sagte der Präsident hinterher. Es sei wichtig, das Positive zu sehen, auch wenn das Team mit einer Niederlage in die Winterpause muss und vom FC Luzern gerade noch überholt wurde in der Tabelle.

Doch ebenfalls positiv ist, dass man nach wie vor im Rennen um die Europacup-Plätze dabei ist und nur zwei Punkte hinter Platz vier liegt. Nicht zu unterschätzen ist aber, dass der Vorsprung auf die Grasshoppers auf dem Barrage-Platz 9 ebenfalls nur sechs Punkte beträgt. (mna)

Informationen

swissporarena - 8'509 Zuschauer - SR Sandro Schärer.

Tore

1:0 Wiss (Eig., 6.), 2:0 Vargas (20.), 2:1 Kutesa (59.).

Aufstellung FC Luzern

Zibung; Schwegler, Lucas, Cirkovic, Sidler; Vargas (60. Voca), Grether, Schulz, Schürpf (Cap.) (70. Gvilia); Demhasaj (78. Custodio), Eleke.

Aufstellung FC St.Gallen 1879

Lopar; Lüchinger, Hefti (Cap.) (33. Campos), Wiss, Wittwer (46. Tafer); Sierro, Quintillà, Ashimeru; Bakayoko (79. Kräuchi), Barnetta, Kutesa.

Verwarnungen

22. Schürpf (Foul), 26. Grether (Foul), 48. Campos (Foul), 54. Sierro (Foul), 55. Eleke (Zeitspiel), 92. Lüchinger (Foul).

Bemerkungen

Luzern ohne Schneuwly (gesperrt), Lustenberger, Kakabadze, Knezevic, Salvi, Ndenge, Ugrinic (alle verletzt), Wolf, Feka (beide nicht im Aufgebot). St. Gallen mit Tolino, Kchouk, Mosevich, Tafer, Manneh, Kräuchi, Campos (Ersatzbank) und ohne Stojanovic (krank), Koch, Itten, Muheim, Ben Khalifa, Tschernegg (alle verletzt), Nuhu, Buess, Vilotic (alle nicht im Aufgebot). - 48. Lopar lenkt Schuss von Sidler an den Pfosten.

Spielzusammenfassung FC Luzern - FC St.Gallen 1879, 16.12.2018