FC St.Gallen
 

Spielberichte

06.02.2019

Traumeinstand von Rapp

FC St.Gallen 1879 - FC Zürich 3:1

Mit einem Doppelpack schiesst uns Simone Rapp zum 3:1-Sieg gegen den FC Zürich. Der Start in die Rückrunde ist gelungen.

Der Rückrundenstart ist uns geglückt. Doch Glück musste unser Team heute nicht beanspruchen, denn es war über die gesamte Partie hinweg ein äusserst überzeugender Auftritt. Natürlich ragt unser Neuzugang im Sturm, Simone Rapp, nicht nur wegen seinen 193 Zentimetern Grösse heraus, sondern auch wegen der beiden Tore. Ein Traumdebut für den Tessiner. Doch nicht nur Rapp spielte heute das erste Mal ein Pflichtspiel in Grün-Weiss, auch der erst 16-jährige Leonidas Stergiou in der Innenverteidigung und Musah Nuhu als Sechser kamen zu ihrem Einstand. Stergiou unterschrieb zudem vor dem Spiel einen Profivertrag über drei Jahre. Eine längere Laufzeit ist aufgrund seines Alters nicht möglich.

Aber nicht nur dieses neue Trio machte Freude, es war die ganze Mannschaft, welche die Herzen der Anhänger bei dieser Eiseskälte erwärmen konnte. Selbst FCZ-Trainer Ludovic Magnin musste an der Medienkonferenz zugeben, dass das schnelle Vertikalspiel der St. Galler sein Team überfordert hatte. Peter Zeidler nahm die Komplimente gerne entgegen, wollte seine Mannschaft aber nicht «über den grünen Klee loben», wie er sagte. Doch sein Lächeln zeugte von grosser Zufriedenheit. Zufrieden gingen natürlich auch die 9'824 Zuschauer nach Hause, denn mit dem 3:1 überholen wir unseren heutigen Gegner in der Tabelle.

Dieser startete ansprechend in die Partie, konnte die ersten Chancen und Eckbälle für sich verbuchen. Doch «St.Gallen war aggressiver und hat den Sieg mehr gewollt», sagten Magnin und einige seiner Spieler unisono nach der Partie. Sinnbildlich dafür stand das erste Tor durch Rapp in der 13. Minute. Am Anfang stand ein magistraler Pass von Jordi Quintilla in die Spitze. Rapp lief ideal und setzte sich im Laufduell mit Maxsö durch, und auch Goalie Brecher konnte der Wucht unseres Stürmers nicht standhalten, der am Boden liegend schliesslich einschoss. «Die dreckigen Tore sind am schönsten», sagte Rapp danach ins Mikrofon des Fernsehens.

Beim 2:0 in der zweiten Halbzeit profitierte Rapp von der Vorarbeit des wirbligen und schnellen Dereck Kutesa. Seinen Schuss konnte Brecher zwar noch abwehren, doch wir waren bei diesem Konter in Überzahl, so dass Rapp in der Mitte abstauben konnte. Und auch unser drittes Tor war wunderschön vorbereitet, wenn auch nicht ganz so geplant, wie Tranquillo Barnetta nach dem Spiel zugab. Der Routinier wollte einen Pass von Kutesa mit der Sohle annehmen, konnte den Ball jedoch nicht wunschgemäss kontrollieren. Doch es war die perfekte Vorarbeit für Majeed Ashimeru, der genau in die linke untere Ecke traf. «Ein Assist mehr», freute sich Barnetta hinterher mit einem Lächeln.

Zwar konnten die Zürcher durch Odey noch den Anschlusstreffer eine Viertelstunde vor Schluss erzielen, doch richtig ins Zittern kamen die Zuschauer nur noch wegen der frostigen Temperaturen. Zu dominant und abgeklärt spielte heute unsere Mannschaft, die sich bereits in drei Tagen in Basel beweisen kann. (mna)

Informationen

kybunpark - 9'824 Zuschauer - SR Alain Bieri.

Tore

1:0 Rapp (13.), 2:0 Rapp (55.), 3:0 Ashimeru (71.), 3:1 Odey (76.).

Aufstellung FC St.Gallen 1879

Stojanovic; Lüchinger, Hefti (Cap.), Stergiou, Wittwer; Ashimeru, Nuhu, Quintilla; Barnetta (90. Tafer), Rapp (73. Buess), Kutesa (63. Bakayoko).

Aufstellung FC Zürich

Brecher; Untersee, Bangura (Cap.), Maxsö, Kharabadze; Domgjoni, Kryeziu; Khelifi (64. Ceesay), Schönbächler (81. Marchesano), Kololli; Odey (78. Winter).

Verwarnungen

22. Barnetta (Unsportlichkeit), 32. Lüchinger (Foul), 45.+1 Khelifi (Foul), 48. Untersee (Foul), 87. Marchesano (Foul).

Bemerkungen

St. Gallen ohne Sierro (gesperrt), Wiss, Itten (beide verletzt), Tolino, Koch, Kchouk, Vilotic, Manneh, Muheim, Ben Khalifa, Kräuchi, Guillemenot (alle nicht im Aufgebot). Zürich ohne Omeragic, Pa Modou, Aliu, Rüegg, Sauter (alle verletzt), Sohm (krank), Andereggen, Guenouche, Krasniqi, Dixon, Hadzikic, Kasai (alle nicht im Aufgebot).

Stimmen zum Spiel FC St.Gallen 1879 - FC Zürich