FC St.Gallen
 

Spielberichte

16.05.2017

Grosser Kampf wird nicht belohnt

FC Lugano - FC St.Gallen 1879 3:2 (2:0)

Nach einer schwachen Halbzeit dreht das FCSG-Team in Halbzeit zwei gross auf und gleicht aus, doch zum Punktgewinn reicht es am Ende nicht.

Die letzte Reise ins Tessin endete mit einem spetakulären 3:2-Sieg unserer Mannschaft. Auch heute lautete das Resultat nach 93 Minuten wiederum 3:2 - diesmal jedoch für das Heimteam. Vor einem halben Jahr, am 6. November, traf Mariani mit einem Weitschuss aus 30 Metern ins Tor von Dejan Stojanovic. Diesmal eröffnete er den Torreigen in der 27. Minute. Auch wieder mit einem Schuss aus 30 Metern, nur hiess diesmal der Torhüter Daniel Lopar. Es war ein tückischer Flatterball.

"Dieses Tor spielte natürlich den Luganesi in die Karten", sagte Giorgio Contini. Somit hätten die Gastgeber mit ihren schnellen Stürmern auf Konter spielen können. Eigentlich war das der Matchplan von Contini. Und der Plan wurde fünf Minuten später noch mehr durcheinander gewirbelt, als Alioski das zweite Tor mit einer schönen Flanke einleitete, die von Crnigoj mittels Direktabnahme versenkt wurde.

Alioski, sonst von Silvan Hefti abgemeldet, drehte auf. Seinen Flachschuss in der 35. Minute wehrte Lopar ab, und zwei Minuten danach wurde Sadikus Schuss nach Pass von Alioski geblockt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Sadiku noch eine weitere Chance, die aber von Karim Haggui zunichte gemacht wurde. Das 0:2 zur Pause drückte auf die Stimmung der mitgereisten Anhänger, doch Contini wollte nicht von seinem Matchplan abrücken. "Die Jungs haben auch nach dem Rückstand nicht die Köpfe hängen lassen, sondern haben weiter gekämpft", meinte der St. Galler Trainer.

Nach der Pause brachte er Albian Ajeti für Danijel Aleksic, was im Sturm sichtlich für Belebung sorgte. Nach 49 Minuten hätte Ajeti nach einer schönen Hefti-Flanke beinahe den Anschlusstreffer erzielt, doch er köpfte aus kurzer Distanz über das Tor. Kurz später sorgten Sejad Salihovic und Nzuzi Toko mit ihren Schüssen für Gefahr. Die Espen drückten nun aufs Gaspedal. Auch der Schuss von Ajeti in der 58. Minute bereitete dem Lugano-Goalie Salvi erhebliche Mühe.

In der 66. Minute probierte es Toko mit einem Flachschuss aus 35 Metern, der jedoch knapp am Tor vorbei ging. Doch noch in der selben Minute gelang der Anschlusstreffer, der sich schon seit 20 Minuten abgezeichnet hatte. Roman Buess spielte eine scharfe Hereingabe zur Mitte, wo Mihajlovic den Ball ins eigene Tor ablenkte. Nur zwei Minuten später nahm erneut Captain Toko Mass aus 25 Metern und halbhoch - diesmal zappelte der Ball im Netz hinter Salvi. Innerhalb von zwei Minuten machte das FCSG-Team aus einem 0:2 ein 2:2.

Die Euphorie währte nur kurz, denn zwei Minuten später schlug Mariani mit seinem zweiten Tor zurück, und Alioski machte seinen Assist-Hattrick perfekt. "Das ist oft so, dass man sich nach einem Ausgleich und in der Euphorie etwas entspannt", sagte Contini. Der Gegner hingegen sei dann hässig. Diese ganz gefährliche Phase nutzten die Luganesi aus.

Nach dem erneuten Rückschlag blieben die St.Galler ruhig und verfielen nicht in Panik. Contini brachte Boris Babic für Yannis Tafer und Kofi Schulz für Marco Aratore, aber das 3:3 gelang nicht mehr. "Natürlich bin ich enttäuscht vom Resultat, doch ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen", fand der Trainer.

Härter mit sich und seinen Teamkollegen ging der Captain ins Gericht. Toko meinte, dass man in der ersten Halbzeit schlicht zu wenig gemacht habe, weshalb der Sieg für Lugano unter dem Strich in Ordnung gehe. Mit der starken zweiten Halbzeit hätte sich sein Team jedoch einen Punkt in Lugano verdient gehabt. Die Leistung nach der Pause lässt jedenfalls zuversichtlich auf den nächsten Sonntag blicken, wenn die Grasshoppers um 13.45 Uhr im kybunpark zu Gast sein werden. (man)

  Das Spiel im Liveticker

Informationen

Cornaredo - 4'045 Zuschauer - SR Sascha Amhof.

Tore

1:0 Mariani (27.), 2:0 Crnigoj (32.), 2:1 Mihajlovic (Eig., 66.), 2:2 Toko (68.), 3:2 Mariani (70.).

Aufstellung FC Lugano

Salvi; Cümart, Sulmoni, Rouiller; Piccinocchi (60. Vecsei); Crnigoj, Sabbatini, Mariani (75. Rey), Mihajlovic; Sadiku (79. Junior), Alioski.

Aufstellung FC St.Gallen 1879

Lopar; Hefti, Gelmi, Haggui, Wittwer; Toko (Cap.), Salihovic; Tafer (79. Babic), Aleksic (46. Ajeti), Aratore (87. Schulz); Buess.

Verwarnungen

12. Cümart (Handpiel), 64. Ajeti (Reklamieren), 74. Salihovic (Reklamieren).

Bemerkungen

Lugano ohne Golemic (gesperrt), Jozinovic, Rosseti (beide verletzt). St. Gallen mit Stojanovic, Schulz, Ajeti, Angha, Wiss, Mutsch, Babic (Ersatzbank) und ohne Gaudino, Barnetta (beide verletzt), Albrecht, Cueto, Gouaida (alle nicht im Aufgebot).

Rückblick Lugano - FCSG, 16.5.17