FC St.Gallen
 

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11.08.2017

Vorschau aufs Cupspiel in Baden

In der 1. Hauptrunde des Helvetia Schweizer Cup spielen wir am Sonntag beim Erstligisten FC Baden.

Der FC Baden hat in der vergangenen Saison die Aufstiegsspiele in die Promotion League knapp verpasst. Wegen der 2:4-Niederlage am letzten Spieltag beim bereits als Absteiger feststehenden FC Muri fielen die Ostaargauer noch auf den 4. Platz hinter Münsingen zurück. 

Erstmals seit vielen Jahren startete Baden dieses Jahr ohne Aufstiegsambitionen in die neue Saison. Im Vorstand wurde das Gebot ausgegeben, zuerst finanziell gesund zu werden, bevor wieder nach oben geschielt werden soll. Die Mannschaft wurde nochmals verjüngt, der Altersdurchschnitt steht jetzt bei 20,7 Jahren. Trainer Thomas Jent aber traut auch seiner neuen Equipe zu, um die Tabellenspitze zu spielen.

Der Saisonstart ist dem FC Baden jedenfalls geglückt. Gegen den FC Black Stars - unseren Erstrunden-Gegner des Vorjahres - gewann die Elf in Basel 3:2. Christopher Teichmann glückte ein Hattrick, wobei er die ersten zwei Tore vom Penaltypunkt aus erzielte. Teichmann spielte vergangene Saison in der Promotion League für YF Juventus. Beim FC Aarau war der heute 21-Jährige ein hoffnungsvolles Talent, als er vor zwei Jahren entschied, seinen Weg im Profifussball abzubrechen. In Baden ersetzt er nun Nenad Bijelic, der mit 22 Toren drittbester Torschütze der 1.-Liga-Gruppe 2 war und nach Lenzburg wechselte.

Routinier ist Luca Ladner, einst beim FCZ und Sohn des langjährigen Grasshopper Andi Ladner. Mit Robin Bieli kam ein 18-jähriges Talent aus dem Grasshoppers-Nachwuchs auf das Esp. Auch er hat einen bekannten Vater: Rainer Bieli schoss als Stürmer 132 Meisterschaftstore im Schweizer Profifussball und stand ab Sommer 2001 auch 14 Monate beim FCSG unter Vertrag.

FC Baden - FC St.Gallen 1879 statistisch:

  • Das letzte Duell mit dem FC Baden gab es am 23. August 2014, ebenfalls in der 1. Hauptrunde. Damals siegte unsere von Jeff Saibene trainierte Mannschaft dank Toren von Goran Karanovic (22.), Marco Aratore (70.) und Albert Bunjaku (77.) 3:0.
  • Davor kam es im Sechzehntelfinal vom 24. Oktober 2004 zu einem Spiel auf dem Esp, bei dem sich das von Heinz Peischl trainierte Team lange schwer tat. Die frühe St.Galler Führung durch Goran Obradovic glich Mirsad Mijadinoski in der 91. Minute aus. Die Zitterpartie ging in die Verlängerung, Dusan Pavlovic entspannte die Situation mit zwei Toren in der 96. und 103. Minute. Später traf auch Alex Tachie-Mensah noch doppelt zum 5:1-Schlussstand aus unserer Sicht.
  • Schwer tat sich der FCSG gegen Baden auch in den drei Auswärtsspielen davor. In der NLB-Qualifikation mussten sich die Espen am 6. Oktober 1993 trotz 3:1-Führung mit einem 3:3 begnügen. Tamas Tiefenbach schoss den FCSG vor der Pause zweimal in Führung, Roger Walker gelang der erste Badener Ausgleichstreffer. Nach Reto Gertschens 3:1 konnte der Russe Denis Subko mit zwei Toren innert 5 Minuten ausgleichen.
  • Am 25. Mai 1991 trafen die beiden Teams in der Auf-/Abstiegsrunde aufeinander. Unter den 1200 Zuschauern weilte die chilenische Nationalmannschaft im Esp. Mit José Cardozo war es ein Paraguayer, der schon in der 9. Minute den einzigen Treffer des Abends erzielte.
  • Ein 1:0 für den FCSG gab es auch im einzigen NLA-Duell am 17. August 1985. Damals kamen 2200 Zuschauer in den Scharten. Ein Treffer von Walter Hörmann in der 90. Minute sicherte im dritten Saisonspiel den ersten Sieg.
  • Die beiden weiteren Cupspiele gegen Baden wurden jeweils in St.Gallen ausgetragen. Am 7. November 1965 gewannen die Espen 2:1. 3000 Zuschauer sahen, wie die Gäste in der 44. Minute entgegen dem Spielverlauf durch Menet 1:0 in Führung gingen. René Hamel (50.) und Bruno Moresi (58.) sorgten für den Umschwung. Beide trafen noch je einmal den Pfosten, Spielertrainer Otto Pfister verschoss in der 65. Minute einen Handspenalty. Der FCSG trat als Tabellenzweiter der NLB an, das ein Jahr zuvor erstmals aufgestiegene Baden war zu dem Zeitpunkt Vorletzter und hatte im Espenmoos schon in der Meisterschaft 1:2 verloren.
  • Am 1. November 1959 kam es im Duell zweier Erstligisten zu einem 4:1-Sieg für die Grün-Weissen. Baden ging vor 500 Zuschauern in Führung. Postwendend gelang Nef in der 59. Minute per Foulpenalty der Ausgleich. Nef bereitete danach den 2:1-Führungstreffer vor und erzielte auch die beiden weiteren Tore.
  • Grösste Erfolge im Schweizer Cup sind für den FC Baden zwei Viertelfinal-Teilnahmen. In der Saison 1949/50 konnte der Erstligist mit Aarau und Luzern zwei NLB-Teams ausschalten. Auch der spätere Meister Servette wurde zur Verzweiflung getrieben, Baden unterlag erst in der Verlängerung 3:4. Den zweiten Viertelfinal erlebte Baden 1994, als sich die Grasshoppers im Esp mit 5:1 durchsetzten. Weitere 8 Mal stand Baden im Achtelfinal, so auch im Vorjahr gegen den FC Zürich.