Nächster Gegner: FC Sion
Zum Auftakt der Rückrunde ist der FC Sion Gast in der AFG ARENA. Die Walliser überwinterten als Sechste mit drei Punkten Vorsprung auf die Espen. Im Verhältnis zur jüngeren Klubgeschichte war es in der Winterpause bemerkenswert ruhig in Sitten.
Am Dienstag kam es doch noch zur Verkündung von Neuverpflichtungen. Präsident Christian Constantin und Trainer Didier Tholot präsentierten immerhin drei Neuzugänge. Zwei waren bereits im Probetraining, der Dritte aber ist der Bekannteste: Adailton. Der Verteidiger führte 2003 die brasilianische U20 zum WM-Titel. Später spielte er zwei Jahre in der französischen Ligue 1 bei Stade Rennes (und lernte da Alex Frei, Alain Rochat und Olivier Monuterrubio kennen). Die letzten drei Jahre spielte er für den Santos FC (Stammklub von Pelé).
Der Argentinier Guillermo Imhoff hat wie unser Dani Imhof Schweizer Wurzeln. Seine Grosseltern wanderten von Grengiols im Wallis aus, er sollte bald schon im Besitz des Schweizer Passes sein. Zuletzt spielte Imhoff in Bolivien für den "Club Jorge Wilstermann". Von Derby County kommt schliesslich Aleksandar Prijovic. Der 19-jährige Stürmer ist Nachwuchs-Internationaler Serbiens, Doppelbürger mit Schweizer Pass .. . und war einst im FCSG-Nachwuchs. Mit 16 zog es Prijovic nach Parma, ein Jahr später nach England. Dort sammelte er weitere Erfahrungen im Nachwuchsfussball sowie in der dritthöchsten Liga bei Yeovil Town und Northampton Town. Der FC Sion hofft, dass für alle drei Neuen die Spielberechtigung bis Samstag eingetroffen ist.
Wobei Didier Tholot, der auf gutem Weg ist, Rekordtrainer unter Präsident Constantin zu werden, in der Vorbereitung seine Mannschaft gefunden hat. Sie ist ungeschlagen geblieben in den Testspielen. Und hat von Wettereinflüssen geschützt unter dem Zeltdach, auf Kunstrasen trainiert.
Klar ist bei dem Kader, dass ja im späten Oktober auch mit Fabrizio Zambrella (ex Brescia, Serie B und 26-facher Schweizer U21-Internationaler) verstärkt wurde, dass die Europacup-Qualifikation das Ziel ist. Den Cup-Königen (11 Cupsiege in 11 Finals) ist in der Liga eine Steigerung in diesem Frühling durchaus zuzutrauen.
Das zu grosse Kader sollte verkleinert werden, aber nicht jeder Spieler, der die Freigabe für einen neuen Verein erhielt, hat Sion bereits verlassen. Nebst unserem neuen Goalie Germano Vailati fanden bisher nur der Ex-St. Galler Moustapha Dabo (neu in Katar) und der Nigerianer Mohammed Yusuf (zurück im Sudan) ein neues Engagement.
Im vergangenen März hatte sich der FC Sion in die Geschichte der AFG ARENA eingetragen. Im Cup-Viertelfinal besiegten die Walliser den FCSG erstmals in seinem neuen Zuhause, vor 16078 Zuschauern. Nach dem Pausenrückstand (Eigentor Stéphane Sarni) brachten Treffer von Olivier Monterrubio und Alvaro Dominguez die Wende zur 1:2-Niederlage der damals unterklassigen Espen.
Das ist ein Jahr später für das Team von Uli Forte nur noch eine Randnotiz, nicht nur weil es heuer im Halbfinal steht.
Im Hinspiel (12. September) trennten sich beide Teams 1:1 (1:0). Tore: 18. Marco Hämmerli 1:0, 54. Eigentor Jiri Koubsky 1:1 (13130 Zuschauer).
Das letzte Meisterschaftsspiel des alten Jahres führte den FCSG am 5. Dezember nach Sitten: FC Sion - FCSG 2:1 (1:0). Tore: 5. Goran Obradovic 1:0. 51. Emile Mpenza 2:0. 78. Lukas Schenkel (sein 1. FCSG-Treffer) 2:1. Dazu Lattenschüsse von Obradovic (3.) und Frick (82.). Freistoss von Costanzo an den Pfosten (59.). (9500 Zuschauer im Tourbillon).
Saison-Zwischenbilanz FC Sion:
- bisher 2 Auswärtssiege. Am 1. August in Neuenburg gegen Xamax 3:1 dank Treffern von Emile Mpenza (2x/davon 1 Penalty) und Serey Die. Dazu am 24. September 2:1 in Luzern, Torschützen waren Nicolas Marin und Alvaro Dominguez.
- von bisher 29 Toren erzielten die Walliser 10 auf fremden Platz; nur Aarau (6) und die Grasshoppers (9) trafen auswärts seltener
- von 31 Gegentreffern kassierte Andrejs Vanins 18 auswärts
- Erfolgreichster Torschütze ist bisher Emile Mpenza mit 8 Treffern; ausser bei seiner Doublette in Neuenburg traf er nur im Tourbillon. Bei je 4 Toren stehen Nicolas Marin und Alvaro Dominguez.
FCSG - FC Sion im Rückblick:
- Seit 1969 hat der FCSG in 44 Meisterschafts-Heimspielen 24 gewonnen. Bei 10 Unentschieden gab es 9 Niederlagen. Eine weitere Heimniederlage wurde nachträglich in einen Forfait-Sieg umgewandelt (April 2002, 6 statt 5 Ausländer).
- Im Monat Februar standen sich die beiden Klubs bisher dreimal gegenüber. Alle drei im Tourbillon, und stets gewannen die Espen: 16. Februar 2008 1:2 (5. Jiri Koubsky 0:1, 38. Alvaro Saborio 1:1, 83. Thomas Weller 1:2). -- 18. Februar 2007 0:2 (83. Eigentor Germano Vailati nach Freistoss Jürgen Gjasula 0:1, 90. Francisco Aguirre 0:2). -- 3. Februar 2002 0:2 (65. und 91. Ionel Gane).
- Erst einmal bestritten Sion und St. Gallen das erste Meisterschaftsspiel des neuen Jahres: am 1. März 1992 im Espenmoos. Fabian Estay gab ein glänzendes Debüt, Reto Gertschen, später auch ein Espe, brachte die Gäste zweimal in Führung (5./31. Minute), Brian Bertelsen glich in der 6. und 31. Minute aus -- und erzielte in der 78. den Siegtreffer!
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